Romain Grosjean - Lotus - Formel 1 - GP Korea - 5. Oktober 2013 xpb
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Lotus unter Wert geschlagen

Grosjean gut, Räikkönen schlecht

Lotus hat einen Podiumsplatz im Visier. Wie in Singapur ist Romain Grosjean besser platziert. Doch Kimi Räikkönen darf man auf Startplatz 9 nicht abschreiben. Vor zwei Wochen in Singapur wurde der Finne vom 13. Startplatz noch Dritter. Sein Problem begann schon in Q1.

Da war mehr drin. Romain Grosjean startet als Dritter in den GP Korea. Kimi Räikkönen wird dagegen nur vom neunten Startplatz aus ins Rennen gehen. Der Zeitunterschied betrug 1,3 Sekunden. Ungewöhnlich für das Lotus-Duo.

Kimi Räikkönens Problem begann schon in Q1. Der Finne hatte nicht den Speed, die erste Runde auf Medium-Reifen zu überstehen. "Zu viel Untersteuern", klagte er. Damit blieb für das Q3 nur noch ein Satz der extraweichen Reifen übrig. "Und bei diesem einen Versuch habe ich einen Fehler gemacht."

Romain Grosjean zählte neben Sebastian Vettel, Mark Webber und Lewis Hamilton zu den vier Fahrern, die sich zwei Satz Supersoft-Reifen für das Top Ten-Finale reservieren konnten. Mit nur einem Zehntel Differenz auf Hamilton und Webber landete der Franzose auf Rang 4. Daraus wird in der Startaufstellung Platz 3, weil Webber zehn Plätze nach hinten rückt.

Lotus plant mit soft-medium-medium

Lotus-Ingenieur Alan Permane ist zuversichtlich, dass zumindest Grosjean um die Podiumsplätze kämpfen kann. "Bis auf Vettel können wir mit allen mithalten. Unser Renntempo ist gut. Wir müssen mit den Supersoft-Reifen etwas auf den rechten Vorderreifen aufpassen, aber das geht allen so. Das Körnen beginnt relativ bald und hört nie mehr auf. Irgendwann ist der Gummi weg. Wenigstens kommt der Einbruch nicht abrupt. Vielleicht haben wir damit etwas weniger Probleme." Permanes Vorhersage für das Rennen: "Alle aus den Top Ten werden soft-medium-medium fahren."

Die Lotus-Piloten liegen mit 310,3 und 310,2 km/h am Ende der Top-Speed-Tabelle. Das spricht für viel Abtrieb und eine kurze Übersetzung. Permane macht sich dennoch keine Sorgen, dass seine Fahrer zum Kanonenfutter für die Konkurrenz werden, die teilweise um 10 km/h schneller auf der Geraden ist.

"Für uns gab es nur diesen Kompromiss. Wären wir mit weniger Abtrieb gefahren, hätten wir zu viel in den Kurven gebüßt. In Sektor 2 und 3 sind wir richtig stark. Hinter uns stehen Autos mit besserem Top-Speed, doch ich glaube nicht, dass uns die gefährlich werden können. Wir werden in den Sektoren 2 und 3 so viel Vorsprung herausfahren, dass unsere Verfolger auf den drei Geraden höchstens gerade so aufschließen können."

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