Lotus verzichtet auf Stallorder

"Wir hätten dumm ausgesehen"

Lotus - GP Mexiko 2015 Foto: xpb 57 Bilder

Lotus staubte beim GP Mexiko einen Punkt ab. Es hätten zwei sein können, wenn Pastor Maldonado an Romain Grosjean vorbeigekommen wäre. Das Team verzichtete auf eine Stallregie. Das größte Problem für Lotus aber war das Safety-Car.

Lotus muss aufpassen. Noch hält das Team aus Enstone den sechsten Platz in der Konstrukteurs-Wertung, doch Toro Rosso ist Lotus dicht auf den Fersen. Zwei Rennen vor Schluss steht es 71:65 für Lotus. Toro Rosso hatte aber zuletzt einen deutlich besseren Lauf. Red Bulls Juniortruppe holte aus den letzten fünf Rennen 30 Punkte, Lotus nur 11.

In Mexiko gab es für Lotus zwei Möglichkeiten vor Toro Rosso ins Ziel zu kommen. Die erste vereitelte das Safety-Car. "Es hat Verstappen geholfen. Wir hätten auf unserem zweiten Reifensatz durchfahren können", verrät Einsatzleiter Alan Permane. Dabei kamen Pastor Maldonado und Romain Grosjean schon in den Runden 10 und 11 an die Box. Permane: "Der weiche Reifen hat hinten viel früher zu Körnen begonnen, als wir gedacht haben."

Falscher Reifen beim zweiten Stopp

Die "Medium"-Reifen dagegen erwiesen sich als unzerstörbar. "Es war der deutlich bessere Reifen fürs Rennen", bilanzierte Permane. "Im Training war die weiche Mischung noch eine Sekunde pro Runde schneller. Davon war im Rennen nichts mehr zu spüren."

Lotus gab im Rückblick zu, dass es ein Fehler war, beim zweiten Boxenstopp in der Safety-Car-Phase wieder auf die weichere Gummimischung zurückzurüsten. "Romain hatte nach den harten Reifen verlangt, aber Pastor wollte unbedingt die weichen. Wir hätten auf Romain hören sollen."

Maldonado war wie schon oft im Rennen der schnellere Mann auf der Strecke. Ein paar Mal kam er bei Überholversuchen seinem Teamkollegen gefährlich nahe, doch der Venezolaner schaffte es wie schon in den letzten vier Rennen, unfallfrei über die Runden zu kommen.

Grosjean hätte Lotus-Stallorder ignoriert

Gab es am Lotus-Kommandostand die Überlegung, Maldonado vorbeizuwinken um Verstappen mehr unter Druck zu setzen? "Wir hätten mit einer Stallorder dumm ausgesehen", winkt Permane ab. "Romain hätte sie sowieso ignoriert. Er verlässt das Team und hat nichts mehr zu verlieren."

Die Modifikationen an den vorderen Bremstrommeln für eine bessere Luftzirkulation haben sich für Lotus bewährt. Die frühere Schwachstelle "Bremse" ist kuriert. Trotzdem mussten die Lotus-Piloten in der ersten Rennhälfte viel "lift and coast" betreiben. Sie steckten die meiste Zeit im Verkehr, was die Bremstemperaturen nach oben trieb.

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