Romain Grosjean - Lotus - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015 xpb
Sebastian Vettel - Ferrari - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015
Impressionen - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015
Impressionen - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015
McLaren-Honda - GP Österreich - Formel 1 - Donnerstag - 18.6.2015 122 Bilder

Lotus zielt auf Williams

Gute Ideen, aber kein Geld

Lotus liegt nach sieben Rennen auf Platz 5 in der Konstrukteurs-WM. Um weiter aufzusteigen, müsste das Team schneller entwickeln. Die Ideen dafür wären vorhanden. Doch die Kasse ist nicht mehr so prall gefüllt wie in der Vergangenheit.

Lotus ist das Team, das die meisten Punkte verschenkt hat. Meistens durch Fehler der Fahrer. Pastor Maldonado hatte erst beim siebten Grand Prix in Montreal ein Rennen ohne Probleme. Da erlaubte sich Romain Grosjean den Fehler. Er kollidierte vor der Zielkurve mit dem Manor von Will Stevens. Und bekam dafür fünf Strafsekunden aufgebrummt. Sonst hätte der Franzose vor Daniil Kvyat landen können.

Grosjean ist inzwischen gereift. Kurz nach seiner Ankunft im Fahrerlager, stattete er dem Manor-Motorhome einen Besuch ab. Um sich bei seinem Unfallgegner Will Stevens zu entschuldigen. "Es war ein dummer Konzentrationsfehler von mir. Ich dachte, ich wäre schon vorbei an ihm und habe mich so auf den Einlenkpunkt der Schikane konzentriert, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie ich nach links rüber ziehe. Ich habe nicht nur mein eigenes Rennen kaputtgemacht, sondern auch seines."

Lotus schließt Lücke zu Williams

Lotus fuhr im Training zum GP Kanada auf Augenhöhe mit den Williams. Im Rennen mussten Grosjean und Maldonado aber schnell abreißen lassen. "Wir haben zu viel Zeit auf den Supersoft-Reifen verloren. Sie haben schon nach ein paar Runden gekörnt. Erst auf den härteren Reifen konnten wir von den Rundenzeiten her wieder mit den Williams mithalten. Da war es aber schon zu spät", erklärt Grosjean und atmet auf: "Wir wissen jetzt, was wir mit den Reifen in Montreal falsch gemacht haben. Es wird uns hier in Österreich nicht noch einmal passieren."

Damit könnte Lotus in Österreich im Training und Rennen für Williams zur Gefahr werden. "Die Strecke hier ist Montreal sehr ähnlich. Auch hier zählen die Power und ein Auto, das gut auf der Bremse ist." Grosjean unterstreicht, dass Williams nächste Ziel von Lotus sein muss. "Im Moment sind sie noch ein bisschen zu stark für uns. Zu Saisonbeginn waren wir eine halbe Sekunde weg. Jetzt schließt sich die Lücke etwas. Um noch näher zu kommen, brauchen wir Upgrades." Williams hat vorgelegt. Die Autos sind mit Neuentwicklungen am Heckflügel, Diffusor und der Motorabdeckung ausgestattet.

Der Entwicklungswettlauf kann sich für Lotus zum Problem auswachsen. Das Team ist in diesem Jahr knapp bei Kasse. Laut Teamchef Gerard Lopez wurde das Budget 2015 um 30 Millionen Euro runtergeschraubt. Nicht alle Komponenten können sofort produziert werden. Dazu Grosjean: "Unsere Leute haben gute Ideen. Unser 2015er Auto zeigt, dass wir die Probleme aus dem Vorjahr verstanden und die Lösungen gut umgesetzt haben. Aber Red Bull bringt alle zwei Rennen eine neue Nase und einen neuen Frontflügel. Das liegt bei uns nicht drin."

Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - GP Österreich 2019 Vorschau GP Österreich Verhindert Ferrari den Sieg-Rekord?

Mercedes kann in Spielberg Geschichte schreiben.

Mehr zum Thema Lotus F1
Lotus - GP Russland - Sochi - Freitag - 9.10.2015
Aktuell
Lotus - Maldonado - Renault - GP Brasilien 2015
Aktuell
Alan Permane - F1 2015
Aktuell