Magnussen fährt Bestzeit

"Neue Autos bald schneller als alte Autos"

Kevin Magnussen - McLaren - Formel 1 - Bahrain - Test - 20. Februar 2014 Foto: ams 29 Bilder

Kevin Magnussen ist bisher der Mann des Testwinters: Erst schnellste Rundenzeit in Jerez und jetzt auch die Bestzeit in Bahrain. Doch der McLaren-Pilot sieht das Potenzial des Autos noch längst nicht erreicht. Bis Melbourne müsse noch viel verbessert werden.

Kevin Magnussen ist in der Formel 1 angekommen. Der dänische Wunder-Rookie, hat bisher alle Erwartungen gehalten. In Jerez fuhr der Youngster die schnellste Runde der kompletten Woche. Und auch beim zweiten Testauftritt in Bahrain macht Magnussen direkt dort weiter, wo er in Andalusien aufgehört hat. Am Donnerstag (20.1.2014) setzte der McLaren-Pilot mit 1:34.910 Minuten die absolute Bestzeit.

Telemetrie-Problem limitiert McLaren-Programm

Dabei lief es zunächst gar nicht nach Plan in der Garage. "Leider hatten wir heute früh ein kleines Problem mit der Telemetrie", erklärte Magnussen am Abend. "Zum Glück konnten wir am Nachmittag noch ein paar gute Runs absolvieren. Natürlich will man immer so viel wie möglich fahren. Aber immerhin haben wir das Programm noch zu einem guten Teil durchbekommen."
 
Auf der Agenda standen zum Beispiel kurze Runs mit weichen und superweichen Reifen. In seinem schnellsten Versuch mit den Supersofts deklassierte Magnussen den Rest der Konkurrenz. Nico Hülkenberg – ebenfalls auf Supersoft unterwegs – war bereits 1,5 Sekunden entfernt. Doch bei McLaren will man das Ergebnis nicht überbewerten.

"Es ist so schwer zu sagen, wo man steht", rätselt Magnussen. "Das würde ich wirklich gerne wissen. Ich bin schon ganz gespannt es endlich herauszufinden. Leider kann das jetzt noch niemand sagen. Wir müssen wohl noch bis Australien warten." Mit der deutlichen Tagesbestzeit ist das Ende der Fahnenstange aber noch längst nicht erreicht. Magnussen ist sich sicher, dass es noch schneller geht.

Rundenzeiten werden noch deutlich schneller

"Die Rundenzeiten sind nicht weit entfernt vom letzten Jahr. Ich denke, wir werden noch deutlich schneller werden. Ich denke, die neuen Autos werden die alten Autos in Sachen Rundenzeit bald eingeholt haben." Bedenken der Fans, dass die neue Formel 1 zu langsam ist, scheinen offenbar unbegründet.

"Es wird noch viel kommen. Wir werden das Auto bis Australien noch stetig verbessern. Wir müssen noch hart arbeiten und uns überall steigern. Aber es sieht momentan nicht schlecht aus", grinst der Blondschopf. "Von den Bestzeiten wolle er sich aber nicht blenden lassen. "Wir arbeiten weiter mit Vollgas."

Magnussen fühlt sich wohl im McLaren

Mit dem neuen McLaren MP4-29 hat sich Magnussen bereits angefreundet. "Ich fühle mich schon sehr wohl im Auto. Es macht so viel Spaß. Der Fahrer kann einen echten Unterschied machen. Früher war man mehr abhängig vom Setup. Im Gegensatz zu den anderen Fahrern muss ich die alte Generation Autos nicht aus dem Kopf bekommen. Ich bin neu. Deshalb habe ich einfach Spaß anstatt nachzudenken. Es fühlt sich für mich alles noch wie ein Traum an."

Verbesserungspotenzial sieht der Rookie noch in vielen Bereichen. Vor seinem Renndebüt in Melbourne macht ihn aber vor allem ein Punkt etwas Sorgen. "Ich muss die Reifen noch besser verstehen und lernen, wie man die Reifen über eine ganze Renndistanz behandelt. Das wird Teil des Testprogramms nächste Woche sein."

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