Magnussen kritisiert Halo

„Kein Gefühl von mehr Sicherheit“

Kevin Magnussen - Renault - Formel 1 - GP Mexiko - 28. Oktober 2016 Foto: sutton-images.com 85 Bilder

Fünf Fahrer haben im ersten Training Halo-Attrappen getestet. Es gab erstaunlich viel Kritik. Kevin Magnussen fühlte sich mit dem Bügel über dem Kopf nicht sicherer. Pascal Wehrlein monierte die Ablenkung durch den Heiligenschein, und Felipe Nasr die schlechte Fernsicht.

So viele Fahrer auf einmal sind noch nie mit dem Heiligenschein gefahren. Beim ersten Training zum GP Mexiko waren gleich 5 Autos mit den Halo-Attrappen bestückt. Felipe Massa, Felipe Nasr, Kevin Magnussen, Pascal Wehrlein und Sergio Perez drehten mit dem Cockpitschutz ihre Runden und füllten danach den Fragebogen der FIA aus.

Aussteigezeit erhöht sich

Dort geht es um folgende Fragen: Wie ist das Ein- und Aussteigen? Wie der erste Eindruck in Sachen Sicht? Wie ist der Eindruck nach längerer Fahrt? Wie gut sieht man Boxentafeln, die Startampeln, die Lichtsignale rechts und links der Zielgeraden? Wie genau ist der Scheitelpunkt erkennbar, wie der Blick in die Ferne? Fühlt man sich im Auto sicherer oder fährt der Eindruck der Beklemmung mit?

Außerdem misst FIA-Technikkommissar Jo Bauer die Zeiten beim Ein- und Aussteigen. Um in das Cockpit zu gelangen brauchen alle Fahrer einen Stuhl. Auch die größeren. Der durchschnittliche Aussteigewert über alle Halo-Tests hinweg liegt bei 8,5 Sekunden. Also anderthalb mal so lange, wie es das Reglement derzeit fordert.

Massa schaffte den Test immerhin in 6,2 Sekunden. „Wahrscheinlich weil er so klein ist und sich leichter durch die Lücke zwängen kann.“ Der bislang langsamste Aussteiger war Verstappen mit einer halben Minute.

Bügel im Sichtfeld

Wahrscheinlich war es Zufall, dass Magnussen, Nasr und Wehrlein bei ihrem Halo-Einsatz von der Strecke abkamen. „Die Sicht auf die nächste Kurve ist nicht beeinträchtigt“, räumte Nasr ein. „Aber weit voraus siehst du nicht viel. Da steht dir der zentrale Steg im Weg.“

Pascal Wehrlein meldete seinem Team über Funk: „Der Halo lenkt ab.“ Dann präzisierte der DTM-Meister von 2015: „Ich bin in der zweiten Kurve ausgeritten, obwohl ich ganz langsam unterwegs war. Ich weiß gar nicht genau, was passiert ist. Ich habe mir wohl den Halo angeschaut. Ich musste im Auto selber grinsen. Vielleicht habe ich noch geschlafen.“

„Beim ersten Mal hat es sich echt seltsam angefühlt. Einfach nicht normal. Man hat immer etwas vor sich, das da nicht sein sollte. Manchmal schaut man über dem Halo auf irgendwas. Dann sieht man nur den Ring. Aber man gewöhnt sich an alles. Und wenn es gut für die Sicherheit ist, dann unterstütze ich es.“

Magnussen kein Fan des Halo

Kevin Magnussen war bislang der größte Kritiker des Heiligenscheins nach Max Verstappen. Der Däne meldete sich mit Kraftausdrücken bei seinem Team. Der FIA teilte er mit, dass er sich unter dem Rahmen nicht sicherer, sondern eher unsicherer fühle. „Es ist, als hätte man eine Mütze zu tief über den Kopf gezogen. Du kannst zwar sehen, wohin du fährst, aber nichts drum herum. Die Sicht ist nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte. Bei Höhenunterschieden wird das ein Problem geben.“

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