Magnussen und Grosjean im Clinch

Haas-Duo verschenkt drei Punkte

Magnussen vs. Grosjean - Formel 1 - GP Spanien 2019 Foto: xpb

Bis zur Safety-Car-Phase lief bei Haas alles nach Plan. Doch nach dem Re-Start gerieten sich Kevin Magnussen und Romain Grosjean in die Haare. Am Ende regnete es nur 7 statt 10 Punkte. Teamchef Guenther Steiner nahm beide Piloten 15 Minuten in die Pflicht.

Die Plätze 7 und 8 schienen für die Haas-Piloten in Stein gemeißelt. Der US-Rennstall war klar das viertschnellste Team im Feld. Keine Gefahr von hinten, aber auch keine Chance Pierre Gasly auf Platz 6 einzuholen. Romain Grosjean und Kevin Magnussen spulten ihre Runden lange als Tandem ab.

Als sich Daniil Kvyat in Runde 36 zwischen die beiden US-Ferrari drängelte, wurde es zum ersten Mal unruhig am Haas-Kommandostand. Magnussens Medium-Reifen hatten für einen Moment Temperatur verloren, und schon war der Toro Rosso vorbei.

In der Safety-Car-Phase kamen die beiden Haas-Piloten dank kluger Strategie wieder zusammen. Toro Rosso suchte Reifen und verlor bei einem Doppelstopp viel Zeit. Haas verteilte die beiden Reifenwechsel während der Neutralisation auf zwei unterschiedliche Runden.

Für den Re-Start hatte Magnussen seine Reifen schneller im Arbeitsfenster und blies zur Attacke. Als der Däne mit Grosjean im Parallelflug in Kurve 1 einlenkte, hielt man im Team die Luft an. Grosjean musste in die Auslaufzone ausweichen. Eine Runde später das gleiche Spiel noch einmal.

Dann kam von der Boxenmauer der ultimative Befehl: „Stop it!“ Inzwischen rauschte die Temperatur in Grosjeans Reifen so weit in den Keller, dass auch noch Carlos Sainz und Daniil Kvyat davon profitierten. Auch der Unterboden am Auto mit der Startnummer 8 hatte Schaden genommen.

Magnussen vs. Grosjean - Formel 1 - GP Spanien 2019 Foto: xpb
Magnussen und Grosjean lieferten sich ein beinhartes Duell.

Haas verteilt keine Schuld

Grosjean konnte froh sein überhaupt noch einen Punkt abzustauben. Zwei Mal wehrte er einen Angriff des zweiten Toro Rosso-Fahrers Alexander Albon ab. Aus Sicht des Teams war das kein Trost. Ausgerechnet auf der Paradestrecke des Autos gab es nur 7 statt 10 Punkte.

Teamchef Guenther Steiner knöpfte sich seine beiden Hitzköpfe gleich nach den TV-Interviews vor. Das Gespräch dauerte eine Viertelstunde. „Ich wollte, dass Kevin und Romain die Sache sofort unter sich klären. Sie sollten nicht mit Groll aufeinander nach Hause fahren. Die beiden haben sich ausgesprochen, sie haben akzeptiert, dass es für das Team nicht optimal war, und damit ist der Fall geklärt.“

Für die beiden Fahrer zumindest. Nicht für das Team. Steiner kündigte an: „Bevor wir hier Schuld verteilen, schauen wir uns erst die Videos an und versuchen daraus zu lernen, damit es nicht wieder passiert.“

Kann er dann garantieren, dass es keine Wiederholung gibt? Steiner verneint: „Die beiden sind Rennfahrer. Sie wollen auf der Strecke kämpfen, und wir wollen sie nicht einbremsen. Sie müssen nur verstehen, dass es Grenzen gibt. Ich glaube, das haben sie getan. Es sah von außen schlimmer aus, als es war. Am Ende haben wir noch Glück gehabt. Wir hätten beide Autos verlieren können, und so haben wir mit beiden noch Punkte gemacht.“

Sainz vs. Grosjean - Formel 1 - GP Spanien 2019 Foto: xpb
Am Ende verlor Romain Grosjean zwei Positionen durch das Teamduell.

Punkte für die beste Unterhaltung

Haas sorgte für einen der wenigen Höhepunkte in einem eintönigen Rennen: „Ich finde, dass es für die beste Unterhaltung Extra-Punkte geben sollte“, scherzte Steiner. Viel größere Sorgen als seine beiden Hitzköpfe bereiten der Teamleitung die nächsten beiden Rennen.

Barcelona hat demonstriert, wie gut das Auto sein kann, wenn die Reifen im Arbeitsfenster sind. Das Rennen hat aber auch gezeigt, wie schnell die schwarzen Autos da wieder rausfallen, wenn das Geringste dazwischenkommt. Beide Fahrer hatten diese Momente.

Die nächsten beiden Rennstrecken im Kalender sind bekannt dafür, dass die Reifen dort nur schwer auf Temperatur kommen. „Monte Carlo und Montreal werden für uns eine Herausforderung“, gibt Steiner zu. Einziger Lichtblick. Barcelona brachte den Ingenieuren einige Erkenntnisse, wie man das Problem auch auf anderen Rennstrecken lösen könnte.

Ein Trick könnte sein, ohne Rücksicht auf Verluste auf Abtrieb zu setzen. Auch wenn man dafür Luftwiderstand opfern muss. So wie es Haas in Spanien praktiziert hat. Deshalb zählten die US-Renner auf den Geraden auch zu den langsamsten Autos, waren in den Kurven aber teilweise schneller als die Ferrari. Einen Nachteil hatte die neue Abstimmungsphilosophie, so Steiner: „Im Rennen waren wir auf der Gerade Freiwild. Deshalb sind Sainz und Kvyat auch so leicht an Romain vorbeigekommen.“

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