Magny-Cours

Aus noch nicht endgültig

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Trotz des längst beschlossenen Abschieds von Magny-Cours schließt der französische Motorsportverband FFSA weitere Formel-1-Rennen auf dem Circuit Nevers nicht aus.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Großen Preises von Frankreich werde am kommenden Donnerstag fallen, zitierte das Internet-Fachportal "autosport.com" am Sonntag (22.6.) einen FFSA-Spitzenfunktionär. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte zuvor angekündigt, für die Strecke in Magny-Cours sei wegen der ungünstigen Lage kein Platz mehr im Kalender der "Königsklasse" des Motorsports. Die Betreiber hingegen verwiesen auf einen gültigen Vertrag für 2009.

Mit einem millionenschweren Ausbauprogramm wollen die Organisatoren das längst beschlossene Aus für das Formel-1-Rennen im französischen Magny-Cours wieder abwenden. Die Pläne, die kurz vor dem Großen Preis von Frankreich bekanntwurden, sehen neben einer neuen Boxengasse und einem moderneren Fahrerlager auch erweiterte Hotel-Kapazitäten und eine bessere Verkehrsanbindung vor. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte mehrfach betont, für Magny-Cours sei wegen der ungünstigen Lage und der schlechten Infrastruktur künftig kein Platz mehr im Kalender der "Königsklasse" des Motorsports.

Allerdings schien auch im Vorjahr das Ende für das Rennen auf dem Kurs in der Bourgogne bereits besiegelt, ehe die Betreiber doch wieder den Zuschlag für 2008 erhielten. Die nun geplanten Investition in Strecke und Umfeld sollen sich nach Informationen regionaler Zeitungen auf rund 30 Millionen Euro belaufen. Das Programm trägt den Namen "Magny-Cours 2". "Dieses Projekt ist entscheidend nicht nur für den Verbleib der Formel 1 in der Region, sondern auch dafür, dass Frankreich als Land attraktiv für die Formel 1 bleibt", heißt es in einer Erklärung der Initiatoren.

Dennoch bleibt die Zukunft des Grand Prix ungewiss. Im kommenden Jahr könnte es daher zum ersten Mal seit 1955 keinen Großen Preis von Frankreich geben. Zwar liebäugelt Ecclestone mit einem weiteren Stadtrennen in Paris, der französische Premierminister Francois Fillon nannte das Disneyland nahe der Metropole als möglichen Austragungsort. Doch vor 2010 ist nicht damit zu rechnen.

Für die strukturschwache Region rund um Magny-Cours wäre der Abschied der Formel 1 ein herber Verlust. Während des Renn-Wochenendes sind Hotels und Privat-Unterkünfte im Umkreis von mehr als 50 Kilometern ausgebucht, rund 100 Millionen Euro soll der Grand Prix angeblich in die Region spülen.

Auch im Fahrerlager hat der Kurs Fürsprecher. "Es ist eine sehr schöne Strecke, auch wenn die Infrastruktur nicht perfekt ist", erklärte BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld. Und Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sagte: "Ich habe nichts gegen die Rennstrecke. Sie hat durchaus ihre Reize." Allerdings stünden mit attraktiven Standorten wie Singapur und Valencia starke Nachfolger bereit. "Da wird etwas Gutes durch etwas Besseres ersetzt", meinte Haug.

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