Mallya

Indischer F1-Pilot in fünf Jahren

Foto: Daniel Reinhard 50 Bilder

Der indische F1-Rennstallbesitzer Vijay Mallya hat die Hoffnung geäußert, in nur fünf Jahren einen Landsmann in ein Formel 1-Cockpit zu bringen.

Damit reagierte der indische Milliardär auf kritische Äußerungen von A1GP-Boss Tony Teixiera. Der südafrikanische Geschäftsmann beschuldigte Mallya, ein falsches Signal an die indischen Motorsport-Fans zu setzen, indem er keine einheimischen Fahrer einsetze. In der A1GP kämen dagegen Teams mit Piloten aus verschiedenen Nationen zum Einsatz. Das gebe der Jugend mehr Motivation, in den Rennsport einzusteigen.

Nun holte Mallya zum großen Gegenschlag aus. Neben der Ankündigung in Zukunft doch auch auf den indischen Nachwuchs zu setzen, redete der Rennstallbesitzer die A1GP-Serie klein: "Die von ihm selbst geschaffene Weltmeisterschaft des Motorsports ist nichts weiter als eine normale Monoposto-Serie", so Mallya über Teixieras Team-WM.

A1GP nur Mittelmaß

Die A1GP-Serie lasse sich nicht einmal im Ansatz mit der Formel 1 oder der GP2 vergleichen. Deshalb können man die indische Jugend nicht mit der Hoffnung auf einen Sieg in dieser Serie locken. Die strebe eher, so Mallya, nach Weltklasse-Leistungen und nicht nach "Mittelmäßigkeit". "Ich bin sicher, das Inder relativ leicht so genannte WM-Titel auf dem B- oder C-Level jeder Sportart gewinnen könnten", schimpfte der Team-Boss.

Auch auf den Vorwurf, dass aktuell keine Inder im Cockpit säßen, hatte Mallya eine Antwort parat: "Sogar das Weltmeister-Team Ferrari hat einen brasilianischen und einen finnischen Fahrer und ist deshalb kein bisschen weniger italienisch." Mit Force India will der 52-Jährige zeigen, dass ein indisches Team an der Spitze des Motorsports mitkämpfen kann "und nicht nur in einer mittelmäßigen Formel-Serie."

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