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Pirelli Reifen 2013 - Piola F1 Technik-Video
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Manipulation beim Boosten?

Pirelli prüft strenger Drücke und Temperaturen

Pirelli hat vor der Sommerpause nicht nur neue Reifen gebracht, sondern auch neue Richtlinien zur Handhabung rausgegeben. Nicht alle Teams kommen damit zurecht. Haben einige deswegen vielleicht sogar geschummelt? Pirelli geht den Hinweisen nach.

Pirellis strenge Vorgaben in Bezug auf Radsturz, Reifendrücke und das Vorheizen der Reifen hat einigen Teams offenbar mehr geholfen als anderen. Ferrari, Lotus und Force India konnten sich mit den kritischen Stahlkonstruktionen zu Beginn des Jahres extreme Radsturzeinstellungen und niedrige Luftdrücke leisten, ohne dass die Reifen in die Knie gingen.

Sie konnten die Reifen von links nach rechts tauschen, ohne Angst haben zu müssen, dass ihnen die Lauffläche um die Ohren fliegt. Ihre Autos waren genügsam. Dieser Vorteil ist jetzt weg. Adrian Sutil stellt fest: "Seitdem haben wir einen Schritt rückwärts gemacht. Der Vorteil, mit einem Stopp weniger auszukommen, ist weg. Manchmal brauchen wir sogar einen mehr."

Lotus hat Pirellis Reifenänderung gut verdaut

Mit den steiferen Reifen tendiert der Force India zum Übersteuern in schnellen Kurven. Jetzt wird der Entwicklungsstopp am aktuellen VJM06 zum Eigentor. Die Techniker versuchen das Problem mit anderen Fahrwerksabstimmungen und Bodenfreiheiten so lösen. Bislang ohne Erfolg.
 
Auch Fernando Alonso gibt Pirellis Rückgriff auf die 2012er Reifenkonstruktionen die Schuld dafür, dass Ferrari nur noch Nummer drei oder vier im Feld ist. "Für einige Autos waren die neuen Reifen ein Geschenk, für andere eine Strafe." Nur Lotus hat Pirellis Kehrtwende gut verdaut. Die schwarzen Autos haben immer noch einen Vorteil, wenn es darum geht die Reifen möglichst lange am Leben zu halten.

Chefingenieur Alan Permane differenziert: "Wir saßen mit Ferrari und Force India im gleichen Boot, doch für uns hat sich nichts geändert. Wir haben uns schnell angepasst. Ich glaube nicht, dass die anderen Autos wegen der neuen Reifen besser geworden sind. Einige Teams, die zu Beginn des Jahres von den Reifen profitiert haben, können diese Vorteile nicht mehr so ausspielen. Deshalb sind sie zurückgefallen."

Manipulation der Reifen-Heizanlagen?

Die strengeren Vorschriften beim Vorheizen der Reifen haben ebenfalls einige Teams vor Probleme gestellt. Mercedes hat deswegen vielleicht sogar den GP Belgien verloren. Normal darf die Temperatur in den Heizdecken nur noch 80 Grad betragen. Das so genannte Boosten in den Heizdecken mit 110 Grad wurde auf eine Stunde beschränkt. Danach traten Probleme auf, vom vorgeschrieben Startwert für den Luftdruck auf die gewünschten Drücke unter Fahrbedingungen zu kommen. Unter anderem bei Mercedes.

In Spa wurde im Rennen der gewünschte Luftdruck nicht erreicht. Deshalb fuhren die Autos zu tief und setzten in Eau Rouge auf. Das Problem ist inzwischen gelöst. "Wir haben unsere Lektion gelernt. In Spa hat uns das eine bessere Platzierung gekostet", atmet Teamchef Ross Brawn auf.
 
Bei Force India ging eine Zeitlang der Verdacht um, dass in einigen Fällen geschwindelt wurde: "Die Anzeigen auf den Heizanlagen sind leicht manipulierbar. Wer mehr boostet als erlaubt, hat einen Vorteil." Pirelli unterbindet das mittlerweile. Nicht nur die Drücke werden streng überwacht, auch die Temperaturen in den Heizdecken mittels Messsonden.

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