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Manor meldet Insolvenz an

Formel 1 2017 mit nur 10 Teams?

Das kleine Manor-Team steht vor dem Aus. Der englische Rennstall hat in Großbritannien Insolvenz angemeldet, wie man am Freitag (6.1.2017) verkündete. Falls nicht kurzfristig ein Retter gefunden wird, wird die kommende Saison mit nur zehn Teams ausgetragen.

Das Formel 1-Jahr 2017 beginnt mit einer schlechten Nachricht. Manor ist pleite. Wie der kleine englische Rennstall am Freitag (6.1.2017) verkündete, muss dessen Muttergesellschaft Just Racing Services Ltd. Insolvenz anmelden. Das Team liegt nun in den Händen von den Insolvenzverwaltern Geoff Rowley und Phil Armstrong von der Firma FRP Advisory LLP, die mit der Abwicklung betraut ist. Die über 200-köpfige Mannschaft aus Banbury sei bereits von der Teamleitung über die schwierige Entscheidung informiert worden.

Zweite Insolvenz innerhalb von zweieinhalb Jahren

Manor kämpft in der Königsklasse schon seit Jahren am finanziellen Minimum (und darunter). Nach eigenen Angaben verhandelte die Manor-Führungsspitze um Teambesitzer Stephen Fitzpatrick in den vergangenen Monaten mit mehreren Investoren, um frisches Geld in den Rennstall zu pumpen und die Zukunft abzusichern. Mit einem asiatischen Konsortium seien Übernahmepläne im Dezember schon weit fortgeschritten gewesen, doch innerhalb des gesteckten Zeitplans kam es zu keinem Kaufabschluss. Deshalb entschied die Führungsspitze, den Schritt in die Insolvenz zu gehen. „Leider kam es mit dem potentiellen Investor zu keiner finalen Einigung innerhalb einer Zeitspanne, die die Rennvorbereitungen auf 2017 nicht beeinträchtigt hätten“, bedauerte Manor in einem offiziellen Statement.

Es ist das zweite Mal innerhalb von zweieinhalb Jahren, dass sich der Rennstall in ein Insolvenzverfahren begibt. 2014 verpasste man deswegen die letzten drei Grand Prix – damals noch unter dem Namen Marussia F1. Im Januar 2015 übernahm Unternehmer Fitzpatrick das zahlungsunfähige Team. Ferrari spendierte Motoren, die Truppe um John Booth und Graeme Lowdon (beide verließen Manor Ende 2015) setzte ein auf die 2015er Regeln angepasstes Vorjahresauto ein, mit dem man chancenlos war und hinter dem Feld herdümpelte.

2016 gelang dank Technikpartnerschaften mit Mercedes (Motor) und Williams (Hinterachse) ein echter Fortschritt. Mit Pascal Wehrlein am Steuer erkämpfte das Team in Österreich sogar ein Punkteresultat. Der eine Zähler brachte Manor vorbei an Sauber auf Platz zehn in der Team-WM. Im Chaos-Rennen von Brasilien schlug Sauber allerdings zurück und verdrängte den kleinesten Rennstall der Formel 1 auf Rang elf. Damit fehlt Manor für 2017 ein dicker Geldbrocken aus der Rechteausschüttung. Ein zehnter Platz hätte rund 15 Millionen Dollar in die Kassen gespült. Geld, das jetzt fehlt.

„Wir wollten die Vergangenheit nicht noch einmal wiederholen. Deshalb haben wir 2015 beschlossen, dass wir keine Saison starten werden, von der wir nicht wissen, ob wir sie beenden können“, erklärt Fitzpatrick den Schritt in die Insolvenz. Sollte in den kommenden Wochen kein neuer Geldgeber gefunden werden, wird das Starterfeld um zwei Autos reduziert.

Pascal Wehrlein dürfte sich keine Sorgen um seine Zukunft machen müssen. Der Sigmaringer ist bei Sauber im Gespräch. Es heißt, der Vertrag kann unterschrieben werden, sobald Mercedes Valtteri Bottas von Williams bestätigt. Dieser Kontrakt hängt an Felipe Massas Rücktritt vom Rücktritt. Sollte Bottas doch bei Williams bleiben müssen, dürfte Wehrlein direkt zu Mercedes stoßen.

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Im vorletzten Rennen hat Manor den 10. Platz an Sauber verloren.

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