Mark Webber

40 Prozent fehlen noch

Mark Webber Foto: Red Bull 38 Bilder

Nach seinem Beinbruch Ende November will Mark Webber in dieser Woche erstmals wieder im F1-Auto sitzen. Ganz wiederhergestellt ist der Australier allerdings noch nicht.

Mark Webber humpelt. Er zieht das rechte Bein nach. Das verletzte Bein. Ende November zog er sich bei einem Radunfall in Tasmanien komplizierte Brüche an Schien- und Wadenbein zu.
 
"Der Fuß stand rechtwinkelig zur Seite weg", verrät der Australier. Trotzdem will er am Mittwoch und Freitag dieser Woche (11. und 13.2.) den neuen Red Bull RB5 testen. "Dem rechten Bein fehlen noch 40 Prozent Kraft verglichen mit dem linken", gibt Webber zu. "Mein Ziel ist Melbourne. Da bin ich zu 100 Prozent so fit, dass ich den Grand Prix durchfahren kann."

Training im Kart

"Ob es für einen Achtstunden-Testtag ausreicht, muss ich diese Woche herausfinden", sagt Webber. Trainiert hat er schon. "Mark ist in den letzten Wochen viel Kart gefahren", verrät Teamchef Christian Horner. "Es ist erstaunlich, wie er sich erholt hat. Zum Glück hat es das rechte Bein erwischt. Das ist weniger belastet als das linke. Er ist seinem eigenen Plan voraus."
 
Vor zwei Wochen konnte Webber schon ganz passabel laufen. Doch vergangenen Donnerstag wurde mir eine Schraube aus dem Knochen geholt. Die Ärzte haben mich gewarnt, dass es danach wieder ein paar Tage wehtun würde." Das Gefühl ist fast vollständig zurückgekommen, der Knöchel voll beweglich.

Lange Genesungszeit

"Nur noch im oberen Bereich des Beines habe ich noch nicht die Rückmeldung vom Gasfuß. Das liegt daran, dass dort die Muskeln noch ziemlich verkrampft sind." Endgültig wird der Unfall erst in 18 Monaten abgehakt sein. "Dann kommt die letzte große Schraube raus."

Mit Sebastian Vettel erwartet der Australier keine Probleme. "Ich bin mit all meinen Teamkollegen gut ausgekommen. Mir liegt viel an einer guten Atmosphäre. Da wird sich auch bei Sebastian nichts ändern. Natürlich ist er eine große Herausforderung für mich. Du darfst dich in der Formel 1 nie ausruhen. Wenn du der Beste sein willst, musst du dich mit den Besten messen. Sebastian ist ein junger Angaser, und Red Bull darf sich glücklich schätzen, so ein Juwel wie ihn in seinem Kader zu haben."

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