Mark Webber vor Heimspiel

Melbourne-Deal mit Button

Mark Webber, Red Bull, Formel 1-Test, Barcelona, 28. Februar 2013 Foto: xpb 20 Bilder

Trotz Kälte und Regen ist Mark Webber relativ zufrieden mit dem bisherigen Testwinter. Für seinen letzten Testtag wünscht er sich allerdings noch einmal konstante Bedingungen. Wo Red Bull steht, kann er nicht sagen. Klar ist nur: Man ist besser vorbereitet als im Vorjahr.

Neun Testtage sind abgespult. Neun verschiedene Fahrer sicherten sich Bestzeiten. Zum Auftakt der Barcelona-Woche stand der Name von Mark Webber ganz oben in der Zeitenliste. Mit 1,6 Sekunden Vorsprung sorgte der Australier für die erste Red Bull-Bestzeit dieses Winters.

Viel Arbeit für Melbourne

"Die Rundenzeiten wurden am Ende automatisch immer schneller", winkt Webber ab. Die Aussagekraft der Tests sei begrenzt. "Wir sammeln zwar mehr Daten, aber die Bedingungen sind die gleichen wie in der vergangenen Barcelona-Woche. Wir müssen sehen, ob die in Melbourne überhaupt nützlich sind. In Malaysia und Bahrain werden sie wegen der Hitze sicher komplett irrelevant sein. Die Bedingungen hier unterscheiden sich stark von den meisten Grand Prix-Rennen der Saison."
 
Vor allem das Qualifying könnte interessant werden. In dieser Disziplin benötigt der Fahrer ein perfekt ausbalanciertes Auto. Doch in Barcelona ist die Setup-Arbeit wegen der Kälte und den schnell abbauenden Reifen fast unmöglich. "Um eine gute Balance zu finden, brauchen wir konstante Bedingungen. Ich hoffe, dass wir am Samstag ein konstantes Fenster finden, in dem wir Feintuning betreiben können. Wir werden aber auf jeden Fall noch viel zu tun haben, wenn wir in Australien sind."

Red Bull versteht sein neues Auto

Obwohl sich das Datensammeln schwierig gestaltet, ist sich Webber sicher, dass man besser vorbereitet in die neue Saison geht als im Vorjahr. "Vor zwölf Monaten wussten wir schon bei den Wintertests, dass wir Rückstand haben. Da sind wir jetzt besser aufgestellt. Ob es reicht, um auf unterschiedlichen Strecken zu gewinnen, das muss man sehen. Da benötigt man schon ein sehr gutes Auto. Das finden wir erst raus, wenn wir vor Ort sind."
 
Die Taktik mit dem wenig veränderten Auto könnte sich als Joker herausstellen. "Letztes Jahr hatten wir mehr Baustellen. Es war schwerer das Auto zu verstehen. Das hat man auch an den Ergebnissen gemerkt. Dieses Auto kennen wir sehr gut. Es ist nur eine Weiterentwicklung des RB8. Es gibt also keine Überraschungen. Wir kennen seinen Charakter. Wir wissen nur nicht, ob es gut genug ist."

Erster Webber-Sieg beim Heimspiel in Melbourne?

Für Australien ist Webber deshalb auch vorsichtig optimistisch. "Ich fühle mich wohl im Auto. Einmal war ich neben der Strecke. Aber generell fühle ich mich wohl am Limit. Das ist ein gutes Zeichen." Dennoch warnt der Australier vor zu viel Sicherheit. "Wir müssen uns auf alle möglichen Szenarios vorbereiten. Wir haben vor allen Gegnern Respekt."

Wenn alles gut läuft, klappt es vielleicht auch endlich mit dem ersten Heimsieg. Bisher ist die Bilanz im Albert Park nicht optimal. "Ich muss einen Deal mit Jenson (Button) machen. Er gewinnt immer mein Rennen und ich gewinne seins", grinst der Routinier. "Aber ich fahre immer noch gerne in Melbourne. Aber aus irgendeinem Grund klappt es auf manchen Strecken einfach nicht so gut."

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