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Mark Webber in Monza

"In Schlüsselmomenten das Beste geben"

Mark Webber gelingt zur Zeit alles. Nach einem Training voller Probleme fuhr sich der Australier in seiner letzten Qualifikationsrunde auf den vierten Startplatz. Damit steht er vor WM-Rivale Lewis Hamilton und Teamkollege Sebastian Vettel. 

Mark Webber hat wieder ein Etappenziel Richtung WM-Titel erreicht. Startplatz vier ist das Beste, was man an diesem Tag mit einem Red Bull erreichen konnte. Und das nach drei Trainingssitzungen voller Pannen. "Alles, was ich tun kann, ist in den Schlüsselmomenten mein Bestes zu geben", meinte ein rundum zufriedener Webber.

Und das lag nicht nur daran, dass er mit seinem Trainingssieg über Teamkollege Sebastian Vettel im internen Duell auf 7:7 ausgeglichen hat. Kleiner Wermutstropfen: "Mit der Position bin ich zufrieden, nicht aber mit dem Abstand zur Spitze. Der ist überraschend groß." Um genau zu sein: 0,471 Sekunden. "Ferrari sieht unheimlich stark aus. Fast so, als hätten sie ihren alten Zehnzylinder ausgepackt."

Webber besser aufgestellt als Hamilton

Webber steht in der Startaufstellung vor seinem WM-Gegner Lewis Hamilton, und er hat für das Rennen das bessere Setup als der McLaren-Pilot. Sein Red Bull ist mit F-Schacht ausgerüstet, was bedeutet, dass Webber beim GP Italien mit mehr Abtrieb unterwegs sein wird als Hamilton. Der WM-Spitzenreiter pokerte hoch mit minimalem Abtrieb. Hamilton gestand seinen Fehler ein. Nicht einmal für einen Startplatz in den ersten zwei Reihen reichte es.

Den guten Top-Speed erkauft sich der Engländer im Rennen mit höhereM Bremsen- und Reifenverschleiß. Über den Top-Speed-Vorteil seines Rivalen ist Webber nicht besorgt: "Das sind drei bis vier km/h, also Peanuts." Am liebsten, so Webber, würde er am Sonntag im Auto von Jenson Button sitzen: "Er hat Abtrieb, Top-Speed und steht in der ersten Reihe." Von Button geht für Webber im Augenblick aber nicht die größte Gefahr aus. Der Titelverteidiger liegt in der WM-Wertung 32 Punkte hinter dem Red Bull-Piloten.

Webber mit Problemen im Training

Drei Trainingssitzungen lang schien es nicht das Wochenende des Australiers zu sein. Zwei Mal blieb Webber wegen Defekten auf der Strecke stehen. Am Freitag meldete ein Sensor fälschlicherweise zu hohen Wasserdruck. Im dritten Training trat ein Feuer in der Airbox auf. In beiden Fällen schaltete der Motor aus Sicherheitsgründen ab.

Dazu kam, dass Webber mit seinem Auto am Freitag nicht glücklich wurde. "Wir haben alles umgebaut, uns zum Schluss sogar im Setup an Vettel orientiert." Trotzdem bekam er nie so richtig ein Gefühl für die weichen Reifen. "Ich wollte sie im dritten Training fahren, aber dann blieb das Auto stehen."

Setup-Änderung im Qualifying

Der WM-Zweite änderte noch nach dem ersten Qualifying-Abschnitt die Abstimmung seines Red Bull. "Wir haben noch einmal die Balance modifiziert, und plötzlich hatte ich eine Idee, in welche Richtung ich gehen sollte." Das Happy-End nach schwierigem Beginn resümierte ein gutgelaunter Webber so: "Manchmal ist es besser, wenn das Training einen dazu zwingt, weniger zu reden und dafür zu handeln."

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WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton startet in Monza nur von Rang fünf.

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