Mark Webber

"Werde keinen geschenkten Platz annehmen"

Vettel Webber Red Bull - GP Indien Foto: xpb 32 Bilder

Mark Webber kämpft noch um Rang zwei in der WM-Wertung. Eine Stallorder zu seinen Gunsten will der Australier allerdings nicht annehmen, selbst wenn Sebastian Vettel ihm den Sieg schenken würde.

Vor der Saison wurde der Stallregie-Paragraf aus dem Reglement gestrichen. Teamorder ist demnach nicht mehr explizit verboten. Bisher gab es allerdings in diesem Jahr noch keine großen Ergebnis-Verfälschungen. Doch vor den letzten drei Rennen hatte man im Red Bull-Lager angekündigt, dass man Mark Webber mit allen Mitteln zu Rang zwei in der Meisterschaft helfen will.

Red Bull-Fahrer lehnen Teamorder ab

Das Team erklärte, dass die ersten beiden Plätze in der WM ein perfekter Abschluss eines perfekten Jahres wären. Dass man dafür auch Stallregie einsetzen könne, wurde nicht dementiert. "Es gibt viel Gerede darum, dass mir das Team morgen mit Teamorder helfen will, aber da höre ich gar nicht zu. Ich werde keinen Platz von Sebastian annehmen."

Das Thema Stallregie hat bei Red Bull eine lange Geschichte. Schon in der Vorsaison hatte man Vettel vor den beiden letzten Saisonrennen gefragt, ob er seinem Teamkollegen nicht helfen wolle. Obwohl Webber vor einem Jahr zunächst noch bessere Chancen auf den Titel besaß, verweigerte Vettel die Bitte. Die Geschichte sollte ihm Recht geben. Am Ende holte der Heppenheimer selbst den Titel.

Mark Webber hat andere Ziele

Mit der Meisterschaft in der Tasche könnte er jetzt etwas generöser sein, wenn ihn das Team erneut um Hilfe bittet. Doch Webbers Stolz könnte am Ende gegen die Stallregie sprechen. Nach dem Qualifying von Indien erklärte der Australier, dass der zweite Platz für das Team mehr Bedeutung habe als für ihn. "Siege sind mir wichtiger", erklärte Webber.

Die Fans hoffen, dass sich der Routinier am Ende erneut durchsetzt. Schon in Silverstone hörte Webber nicht auf sein Team. In England wurde er vom Kommandostand angewiesen, seinen Teamkollegen in den letzten Runden nicht anzugreifen. Doch die Nummer zwei im Team startete trotzdem noch eine Schlussattacke. Damals gab es Kritik der Fans an Red Bull. Ein absichtlicher Platztausch würde wohl zu noch mehr Diskussionen führen.

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