Martin Whitmarsh - 2019 Motorsport Images
Aston Martin AMR21 - Formel 1 - Präsentation - 2021
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Aston Martin AMR21 - Formel 1 - Präsentation - 2021 31 Bilder

Martin Whitmarsh: F1-Comeback bei Aston Martin

F1-Comeback von Martin Whitmarsh Ex-McLaren-Chef führt neue Aston-F1-Sparte

Ex-McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist zurück in der Formel 1. Der Brite wird ab dem 1. Oktober 2021 die Verantwortung für die neue Technologie-Sparte des Aston-Martin-Rennstalls übernehmen. Das Ziel ist der WM-Titel in den nächsten vier, fünf Jahren.

Aston-Martin-Besitzer Lawrence Stroll konnte schon in den vergangenen Monaten einige hochkarätige Neuverpflichtungen verkünden, um die Entwicklungsabteilung seines Formel-1-Teams zu stärken. Die meisten der Ingenieure waren aber wohl nur Insidern ein Begriff. Doch nun ist dem kanadischen Milliardär ein richtig prominenter Coup gelungen. Stroll hat Ex-McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zu einem Comeback in der Königsklasse überredet.

Der 63-Jährige wird die neu geschaffene Stelle des Gesamtgeschäftsführers von "Aston Martin Performance Technologies" bekleiden und dabei die Aufsicht über die Entwicklung, die Testverfahren und die Produktion für alle Geschäftsfelder des Unternehmens übernehmen. Darunter fällt auch die Vermarktung technischer Innovationen außerhalb der Formel 1.

Ein ähnliches Geschäftsmodell hatte der Brite auch schon in seiner Zeit bei McLaren aufgebaut. 25 Jahre lang war Whitmarsh bei der Traditionsmarke in Woking angestellt. Dabei arbeitete er nicht nur sechs Jahre erfolgreich als Chef des Formel-1-Teams, sondern gründete auch die Sparten "McLaren Automotive" und "McLaren Applied Technologies", die sich mittlerweile neben dem F1-Team zu wichtigen Unternehmensstandbeinen gemausert haben.

Martin Whitmarsh & Lewis Hamilton - F1 - 2007
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Martin Whitmarsh begleitete Lewis Hamilton durch seine ersten McLaren-Jahre.

Whitmarsh soll F1-Titel bringen

Aus den offiziellen Statements lässt sich herauslesen, dass bei Eigner Stroll neben dem finanziellen Erfolg vor allem die sportliche Ziele im Vordergrund stehen: "Martin wird mich dabei unterstützen, neue Strategie-Optionen für Aston Martin Performance Technologies zu entwickeln. Dazu gehört auch das wichtige Ziel, den Formel-1-Rennstall in eine Organisation zu verwandeln, die in den nächsten vier bis fünf Jahren WM-Titel gewinnt und in der gleichen Zeit zu einem Milliarden-Business wird."

Laut Stroll hat Whitmarsh in der Formel 1 bereits bewiesen, dass er weiß, wie man Siege und Titel einfährt. So werden sich viele Fans noch gut an die erste Weltmeisterschaft von Lewis Hamilton in der Saison 2008 erinnern. Unter der Ägide von Whitmarsh konnte sich das damalige Nachwuchstalent mit einem Punkt Vorsprung gegen Ferrari-Pilot Felipe Massa durchsetzen.

Künftig werden nun also Sebastian Vettel und Lance Stroll vom Erfahrungsschatz des Engländers profitieren. Zuletzt war Whitmarsh beim britischen Unternehmen BAR Technologies angestellt, wo er mithalf, neue Technologien beim Schiffsbau voranzutreiben, um den CO2-Ausstoß im maritimen Sektor zu reduzieren. Außerdem war Whitmarsh Teil der "Lewis Hamilton Commission", die sich für mehr Diversität im Motorsport-Business einsetzt.

Otmar Szafnauer - Aston Martin - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 27. August 2021
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Nimmt Whitmarsh dem aktuellen Teamchef Otmar Szafnauer Arbeit ab oder bald den ganzen Job weg?

Ersatz oder Ergänzung für Szafnauer?

Die Rückkehr in die Formel 1 war für Whitmarsh eine Herzensangelegenheit. Schon unter den früheren Besitzern habe er immer viel Respekt für das Team aus Silverstone gehabt. "Der Rennstall hat in der Vergangenheit häufig über seiner Gewichtsklasse gekämpft. Jetzt besitzt das Team Gewicht, um härter zuzuschlagen, als jemals zuvor. Lawrence will kurz gesagt Formel-1-Titel gewinnen und ich würde bei dieser Unternehmung nicht mitmachen, wenn ich das nicht für ein absolut erreichbares Ziel halten würde."

Whitmarsh klingt jetzt schon wie ein Teamchef. Doch diese Rolle hat aktuell noch Otmar Szafnauer inne. Zuletzt flogen einige Gerüchte durch das Fahrerlager, nach denen der US-Amerikaner vor dem unfreiwilligen Abschied bei Aston Martin steht. Der sportliche Abstieg von Rang vier im Vorjahr auf aktuell Platz sieben in der Teamwertung brachte Szafnauer in Erklärungsnöte.

Noch ist aber keine Rede davon, dass Whitmarsh diesen Posten auch noch übernimmt. Stattdessen wurde der Neuzugang von Szafnauer freundlich willkommen geheißen: "Seine Rolle wird sein, einen neuen Geschäftszweig zu etablieren. Das umfasst aber auch die Formel 1. Unser Ziel ist es, in allen Bereichen zu gewinnen. Der Fokus auf Siege in der Formel 1 wird von den Aktivitäten neben der Strecke nicht abgelenkt. Die Ankunft von Martin erlaubt es mir, 100 Prozent meiner Energie darauf zu verwenden, Aston Martin in eine Siegmaschine zu verwandeln."

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