Marussia-Comeback

Ende der Insolvenz in Sicht

Marussia - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 20. August 2014 Foto: ams 40 Bilder

Marussia kämpft weiter ums Überleben. Laut einer offiziellen Mitteilung der Insolvenzverwalter, steht der Rennstall in Verhandlungen mit einem Investor. Wenn Marussia in Melbourne am Start stehen will, muss es jetzt schnell gehen.

Bei Marussia tut sich was. Nach Informationen von auto motor und sport wurden am Dienstag (3.2.2015) bereits freigestellte Mitarbeiter des Formel 1-Teams in die Fabrik zurückgerufen. Einen Tag später kam dann eine Mitteilung der Insolvenzverwalter. Darin heißt es: "Für den 19. Februar ist das Ende der Insolvenzphase geplant."

Fragezeichen hinter Marussia-Investor

Der Rennstall soll in Absprache mit den Gläubigern umstrukturiert werden. Die Angestellten sollen wieder mit der Arbeit beginnen. Wichtigster Faktor ist allerdings der Einstieg eines neuen Investors, mit dem die Insolvenzverwalter gerade in Verhandlungen stehen. Es soll eine langfristige Lösung gefunden werden, die das Überleben des Rennstalls auf Dauer gewährleistet.

Weitere Informationen gibt es noch nicht. Um wen es sich bei dem Investor handelt ist noch nicht bekannt. Offenbar sind die Gespräche mit den möglichen Rettern aber auf einem guten Weg. Sonst wäre man nicht mit der aktuellen Meldung in die Öffentlichkeit gegangen.

Startet Marussia mit alten Autos?

Bis zum Start beim Saisonauftakt in Melbourne ist es für den Rennstall aber noch ein weiterer Weg. Zwar wurde bereits im Vorjahr mit der Entwicklung eines Autos begonnen. Doch der neue Renner wird wohl kaum rechtzeitig einsatzbereit.

Mit einer Ausnahmegenehmigung könnte das Team eventuell mit dem Vorjahresauto an den Start gehen. Nach den aktuellen Testeindrücken dürfte der 2014er Renner allerdings hoffnungslos unterlegen sein. Die 107 Prozent-Hürde im Qualifying, die zur Teilnahme am Rennen notwendig ist, dürfte eine schwere Hürde werden.

Auch die Operation des Rennstalls muss neu organisiert werden. Die ehemalige Formel 1-Fabrik in Banbury wurde an das 2016 startende Haas F1-Team verkauft. Der US-Rennstall nutzt die Räumlichkeiten als Europa-Basis. Für Marussia bleibt somit nur der Umzug zurück in die alte und kleinere Fabrik in Dinnington. Von dort hatte die Mutterfirma "Manor Grand Prix" bisher die Einsätze von Autos in kleineren Serien organisiert.

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