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Marussia dementiert Medienberichte

Kein Schnellfahrbefehl an Bianchi

Marussia wehrt sich gegen den Vorwurf, man habe Jules Bianchi in den letzten Runden vor seinem Unfall beim GP Japan angewiesen, schneller zu fahren oder mehr Risiko zu gehen. In einer Pressemitteilung wies das Team auch explizit darauf hin, dass Bianchi in der Gefahrenzone abgebremst habe.

Marussia trauert und ist wütend. Anfang der Woche kamen vor allem in Deutschland Medienberichte auf, nach denen Jules Bianchi in den letzten Runden vor seinem tragischen Unfall in Suzuka über Funk aufgefordert wurde, mehr Gas zu geben um den Caterham von Marcus Ericsson hinter sich zu halten. Diese Berichte wies der Rennstall am Mittwoch (15.10.2014) per Pressestatement entschieden zurück.

Kein Befehl über Funk zum Schnellfahren

"Wir haben der FIA eine Kopie des kompletten Funkverkehrs zwischen Jules und dem Team als Audiofile und als Abschrift zur Verfügung gestellt. Aus beiden geht klar hervor, dass es zu keinem Zeitpunkt in der Phase vor dem Unfall eine Aufforderung an Jules gab, schneller zu fahren. Es gab auch keine Kommentare, die diesen Anschein erwecken", so Marussia in einer eigens verschickten Pressemitteilung.

Die Verantwortlichen des Rennstalls betonten ebenfalls, dass Jules nicht im normalen Renntempo durch die Gefahrenstelle raste. "Jules hat in der doppelt gelb geschwenkten Zone langsamer gemacht. Das ist eine unbestreitbare Tatsache, die von den Telemetrie-Daten bewiesen wird. Diese wurden vom Team ebenfalls an die FIA übergeben."

In der FIA-Pressekonferenz am Freitag (10.10.2014) an der Rennstrecke in Sochi hatte auch Rennleiter Charlie Whiting diese Tatsache bestätigt. Ohne explizit auf Bianchi einzugehen fügte Whiting dabei allerdings an, dass es in diesem Punkt immer auf den Grad der Verlangsamung ankomme, um sie als ausreichend zu bezeichnen. Nach Informationen von auto motor und sport hat Bianchi sein Tempo im Vergleich zur Runde zuvor um 15 km/h gedrosselt.

Zustand von Jules Bianchi weiter kritisch aber stabil

Marussia bittet die Medien um mehr Respekt vor dem schwer verletzten Fahrer. "Wir sind geschockt und verärgert über die Anschuldigungen. In einer Zeit, in der sich ein Fahrer in kritischem Zustand im Krankenhaus befindet und das Team deutlich gemacht hat, dass die höchste Priorität auf Jules und seiner Familie liegt, stört es auf solch ärgerlichen Gerüchte und ungenauen Berichte antworten zu müssen. Da die Anschuldigungen aber komplett falsch sind, bleibt uns keine andere Wahl, als darauf zu reagieren."

Erst am Dienstag hatte Marussia eine Mitteilung mit einem Update zum Gesundheitszustand verschickt. Danach befinde sich der Pilot weiter in einem "kritischen aber stabilen Zustand". Die Situation sei 9 Tage nach dem Unfall nach mehreren schweren medizinischen Eingriffen eine große Herausforderung.

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