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Marussia endgültig pleite

200 Formel 1-Mitarbeiter verlieren Job

Das Marussia Formel 1-Team hat den Betrieb endgültig eingestellt. Wie der Insolvenzverwalter am Freitag (7.11.2014) mitteilte, wurde die Investorensuche erfolglos beendet. Die 200 Mitarbeiter in der Fabrik in Banbury sind entlassen worden.

Das Marussia-Formel 1-Team ist Geschichte. Das letzte Fünkchen Hoffnung, beim letzten Rennen in Abu Dhabi doch noch einmal antreten zu können, ist erloschen. Am Freitag ließ Insolvenzverwalter Geoff Rowley offiziell mitteilen, dass der Rennbetrieb eingestellt werden muss. In der Fabrik in Banbury gehen die Lichter aus.

In den vergangenen Wochen wurden verzweifelt Investoren gesucht. Es habe Kaufinteressenten aus Asien, den USA und Mitteleuropa gegeben. Doch offenbar waren keine vernünftige Angebote darunter. Für 200 Mitarbeiter, die noch bei dem kleinen Rennstall beschäftigt waren, gibt es damit keine Hoffnung mehr. Sie sind arbeitslos.

Marussia startet nicht in Abu Dhabi

"Wir müssen nicht lange erklären, wie bedauerlich es ist, dass ein Rennstall mit so vielen Motorsport-Fans in England und der ganzen Welt seinen Betrieb einstellen und die Türen schließen muss. Das Team hat zwar in einer kurzen Zeit enorme Fortschritte gemacht, aber der Betrieb eines Formel 1-Teams verlangt bedeutende Investitionen über einen gewissen Zeitraum", heißt es in dem offiziellen Statement.

"Leider konnte keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden, durch die der Betrieb in seiner aktuellen Form aufrechterhalten werden kann. Das Team wird nicht in den letzten beiden Rennen in Sao Paulo und Abu Dhabi an den Start gehen. Wir bedanken uns bei allen Mitarbeitern für die Unterstützung in dieser schwierigen Phase."

Die Insolvenzverwalter werden nun damit beginnen, die Vermögenswerte zu veräußern, um die Gläubiger zumindest teilweise zu bedienen. Ob auch die Formel 1-Linzenz verkauft werden kann, ist eine schwierige Frage. Ohne Autos und Team müsste ein Rennteam komplett neu aufgebaut werden.

Caterham sammelt Spenden

Auch von Caterham gibt es keine guten Nachrichten. Das zweite Sorgenkind der Formel 1 will sein Überleben mit einer außergewöhnlichen Aktion sichern. Über einen Crowdfunding-Aufruf sollen rund 3 Millionen Euro gesammelt werden, die den Start beim Saisonfinale sichern würden. Die Frage ist, wer bei einem solchen Projekt Geld beisteuert, wenn die längerfristige Zukunft des Teams noch lange nicht gesichert ist.

Eine weitere unbeantwortete Frage ist, ob Sauber nach dem Kollaps von Marussia automatisch in der WM-Wertung auf Rang 9 aufrückt und damit auch die entsprechend höheren Prämiengelder beanspruchen kann. Nach unserem Verständnis müsste Marussia nach dem Verzicht auf 3 Rennen komplett aus der Teamwertung gestrichen werden, was wenigstens im Schweizerischen Hinwil für Erleichterung sorgen würde.

In unserer Bildergalerie blicken wir noch einmal zurück auf die wichtigsten Momente in der kurzen Geschichte von Marussia.

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