Marussia in Melbourne

Glock zufrieden mit erstem Testtag

Timo Glock - Marussia - GP Australien - Melbourne - 16. März 2012 Foto: xpb 6 Bilder

Timo Glock beendete das zweite Training zum GP Australien auf Platz 12. Für den neuen Marussia MR01 war das erste Training der erste Test. Timo Glock strahlte: "Das neue Auto fühlte sich auf Anhieb sehr gut an. Es ist kein Vergleich zum Vorjahr."

Zwei Jahre lang betrachtete Timo Glock das Formel 1-Feld nur von einer Perspektive aus. Von hinten. Die dritte Saison bei dem von Virgin auf Marussia umgetauften Team ließ sich ähnlich frustrierend an. Nach drei fehlgeschlagenen Crashtests musste Marussia die Testfahrten mit dem neuen Auto absagen.

Marussia geht kein Risiko

So wurde der erste Trainingstag von Melbourne für Marussia zum ersten Test. Timo Glock spulte insgesamt nur 25 Runden ab. Das hatte am Morgen einen technischen Grund, und am Nachmittag wollte das Team nichts riskieren, solange die Strecke noch nass war. Es gibt im Augenblick nur zwei Chassis.

Obwohl Glock in der ersten Trainingssitzung nur eine fliegende Runde mit viel Benzin an Bord schaffte, hatte er sofort ein gutes Gefühl. Und das wurde am Nachmittag bestätigt. Der Hesse landete auf Platz 12. Direkt hinter den Red Bull und vor beiden McLaren. Glock fuhr auf der abtrocknenden Strecke konstant starke Zeiten. Und er strahlte, als er aus seinem Auto ausstieg.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

"Für einen Stapellauf mit null Testkilometern war das ein unheimlich guter Auftritt. Das Auto war von Anfang an gut ausbalanciert. Dann habe ich Button überholt und bin ein paar Runden lang hinter Webber hergefahren. Ich dachte mir, was ist da los, bin ich im falschen Film? Wir dürfen jetzt nicht vom zwölften Platz träumen, aber es war auf jeden Fall ein großer Schritt nach vorne im Vergleich zum letzten Jahr."

Glock lobte seine Technikercrew: "Pat Symonds kann echt stolz sein auf das, was er da auf die Räder gestellt hat." Das neue Auto hat die Unarten des alten abgelegt. Zum Beispiel jene, dass der Abtrieb zusammengebrochen ist, sobald die Vorderräder mehr als zwei Grad eingeschlagen waren. "Das ist komplett verschwunden. Das Auto lässt sich viel einfacher fahren. Ich habe dieses neue Gefühl so genossen, dass ich das Potenzial des neuen Autos noch gar nicht ausgeschöpft habe."

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