Marussia kämpft weiter

Kommt Marussia zum 3. Rennen?

Marussia - GP Belgien 2014 Foto: xpb 40 Bilder

Marussia ist noch nicht am Ende. Auch wenn das Team in der kommenden Saison nicht mit dem 2014er Auto antreten darf, besteht noch Hoffnung. Der Rennstall versucht ein Auto nach dem neuen Reglement bis zum dritten Rennen in Shanghai fertig zu bekommen.

Marussia darf in der kommenden Saison wie erwartet nicht mit dem alten Auto an den Start gehen. Das wäre nur mit einstimmiger Erlaubnis der anderen 9 Formel 1-Teams gegangen. Doch im Meeting der Formel 1-Strategiegruppe am Donnerstag (5.2.2015) wurde schnell klar, dass es dazu nicht kommen wird.

In der Formel 1 werden bekanntlich keine Geschenke verteilt. Zu verlockend war die Aussicht für die Konkurrenz, dass die Marussia-Preisgelder aus dem Vorjahr - rund 45 Millionen Euro - bei einer Pleite des Teams unter den anderen Rennställen aufgeteilt wird. Mit nur 9 Teams in der Saison 2015 am Start bekäme das schlechteste Team im Feld außerdem rund 47 Millionen Euro an Prämien garantiert.

Marussia will mit 2015er Auto in China starten

Da war es klar, dass kleine Teams wie Force India oder Sauber der finanziell angeschlagenen Konkurrenz nicht freiwillig unter die Arme greifen werden. Doch der Sargnagel war das Einsatzverbot eines 2014er Autos für den finanziell angeschlagenen Marussia-Rennstall noch nicht. Nach Informationen von auto motor und sport versuchen das Team gerade ein Auto auf- bzw. umzubauen, das dem 2015er Reglement entspricht.

Die Teilnahme an den ersten beiden Saisonrennen in Australien und Malaysia ist dabei jedoch unrealistisch. Als Ziel haben sich die Verantwortlichen deshalb das Debüt beim dritten Grand Prix des Jahres in Shanghai gesetzt.

Ob die personell geschrumpfte Mannschaft diesen Wettlauf gegen die Zeit mit begrenzten Ressourcen überhaupt gewinnen kann, ist unklar. Bernie Ecclestone soll dem Team auf jedem Fall seine Unterstützung zugesagt haben. Marussia würde dann übrigens unter dem Namen "Manor GP" an den Start gehen.

Manor GP verhandelt mit Investor

Neben dem sportlichen Schwebezustand ist auch die finanzielle Lage weiterhin ungeklärt. Wie der Rennstall erst am Montag (19.2.2015) mitgeteilt hat, laufen gerade die Verhandlungen mit einem Investor, der das langfristige Überleben des Teams sichern soll. Es ist anzunehmen, dass zu dem Deal die Teilnahme an der Saison 2015 und die Sicherung der Preisgelder aus dem Vorjahr gehört.

Sollte das Rettungsprogramm nicht gelingen droht dem Formel 1-Team das gleiche Schicksal wie Caterham. Dort waren alle Versuche gescheitert, einen neuen Käufer zu finden. Jetzt werden sämtliche Besitztümer in einer Online-Auktion verkauft - darunter auch Boxenequipment, Showcars und das 2014 Chassis.

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