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Massa

Das Geheimnis seines Superstarts

Foto: Wolfgang Wilhelm 48 Bilder

Eine Szene des GP Ungarn wird noch lange diskutiert werden. Der Katapultstart von Felipe Massa. Dabei stieß der Ferrari-Pilot in einem Aufwasch von Platz drei an die Spitze vor.

04.08.2008 Michael Schmidt

"Es war ein unglaubliches Manöver von Felipe, von Anfang bis Ende richtig getimt", schwärmte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. Umso geknickter war der neue Capo in Rot, als sein Spitzenreiter drei Runden vor Schluss mit Motorschaden ausrollte. "Felipe fuhr wahrscheinlich das beste Rennen seiner Laufbahn, und wir sind sehr entäuscht, dass wir ihm kein zuverlässiges Auto hinstellen konnten." 

Ferrari wie die Raketen

Der Start ist wieder ein Highlight. Vorbei sind die von der Elektronik gesteuerten Spurts in die erste Kurve, bei dem es kaum Positionsverschiebungen und Überraschungen gab. "Heute ist zu 80 Prozent der Fahrer verantwortlich", erklärt Ferrari-Teammanager Luca Baldisseri. "vorher hat ihm die Elektronik fast die gesamte Arbeit abgenommen." Die Konkurrenz würde da widersprechen. Offensichtlich haben die Ferrari-Piloten einen technischen Vorteil. Ab dem zweiten Gang beschleunigen ihre Autos wie die Raketen.

Fernando Alolnso verlor in Barcelona auf dem Weg in die erste Kurve 30 Meter auf Felipe Massa. Normalerweise liegen zwischen einem guten und sehr guten Start höchstens zehn Meter. Auch in Ungarn kam Massa am besten aus den Startlöchern. Diesmal waren seine Gegner die McLaren-Mercedes, die gleichfalls zu den besten Startern im Feld gehören.

Mit Risiko durch die silberne Wand

Der WM-Dritte ging sofort an dem auf der schmutzigen Spur gestarteten Heikki Kovalainen vorbei und hängte sich wie eine Klette am Lewis Hamilton, der mit 16 Meter Vorsprung aus der Pole Position losgebraust war. "Ich konnte den Windschatten optimal nutzen", erzählte Massa nach dem Rennen, "und als Lewis die Innenseite dicht gemacht hat, habe ich es außen versucht. Es war viel Risiko dabei, aber in Ungarn hast du nur eine Chance, an deinem Vordermann vorbeizukommen, und das ist der Start."

Der dreifache Saisonsieger gab zu, dass er sich vor dem Rennen lange Gedanken über den Start gemacht hatte. "Ganz genau kann man einen Start nie planen, weil zuviel Unvorhergesehenes passieren kann. Ich hatte mir aber schon ein paar Strategien für den Start und die erste Kurve zurechtgelegt. Von einer Sache bin ich ausgegangen: Ich musste sofort an Kovalainen vorbei." Lewis Hamilton zollte Massa Respekt: "Mein Start war gut, aber der von Felipe war einfach sensationell."

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