Massa gegen Hamilton

Zoff des Jahres eskaliert erneut

Massa Hamilton GP England 2011 Rennen Foto: xpb

2008 haben Lewis Hamilton und Felipe Massa um die Weltmeisterschaft gekämpft. Heute fahren sie um Ehrenplätze. Der Brasilianer und der Engländer tragen seit dem GP Monaco ein privates Duell aus, in dem Zündstoff liegt. Jeglicher Versöhnungsversuch scheiterte bislang.

Es war bereits Kollision Nummer vier. In Monte Carlo überholte Lewis Hamilton den Ferrari von Felipe Massa in der Loews-Kurve mit Feindkontakt. Hamilton bekam eine Durchfahrtstrafe, Massa crashte mit einem beschädigten Ferrari 500 Meter später im Tunnel. Die bösen Kommentare der beteiligten Fahrer waren schon fast vergessen, da krachte es in Singapur erneut. Ein Überholversuch von Hamilton endete am linken Hinterrad von Massa. Hamilton musste zur Strafe ein Mal durch die Boxengasse, Massa fiel nach einem Reifenschaden weit zurück.
 
Beim GP Japan trafen sich die Streithähne erneut. Auf der Anfahrt zur Schikane fuhr Hamilton über den Frontflügel von Massas Ferrari. Beide beendeten das Rennen. Hamilton als Fünfter, Massa als Siebter. Der letzte Akt fand beim GP Indien statt. Hier gehen die Meinungen stark auseinander. Massa hatte die Nase seines Autos einen Meter in Front, aber er ließ dem Angreifer keinen Platz. Die Rennleitung gab dem Brasilianer die Schuld. Hamilton holte sich an der Box einen neuen Frontflügel ab und konnte weiterfahren.

Massa will Entschuldigung von Hamilton

Das Tuch zwischen den WM-Rivalen von 2008 ist zerrissen. Als Massa seinen Kontrahenten in Singapur zur Rede stellen wollte, drehte sich Hamilton um. Als Hamilton dem Ferrari-Piloten auf dem Startplatz in Indien ein gutes Rennen wünschte, schaltete Massa auf stur. "Ein Mal auf die Schulter klopfen ist kein klärendes Gespräch."
 
Als die englischen Boulevard-Journalisten eine Versöhnung der beiden erzwingen wollten, zuckte Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali mit den Schultern: "Wir können sie nicht zwingen sich zu mögen." Hamilton versuchte Massa nach dem Rennen eine Brücke zu bauen, indem er sagte: "Die Strafe ist zu hart. Es war ein normaler Rennunfall." Massa gab nicht klein bei: "Wir haben uns jetzt vier Mal getroffen, und immer ist er mir ins Auto gefahren."
 
Den Verdacht, er habe wegen der Vorgeschichte Hamilton unter keinen Umständen Platz machen wollen, wies Massa von sich: "Ich hätte bei jedem anderen Fahrer exakt so eingelenkt. Wären wir Rad an Rad gefahren, hätte ich die Türe nicht zugeworfen."
 
Der Vize-Weltmeister von 2008 fordert Hamilton auf, den ersten Schritt zu machen: "Ich habe Lewis nichts zu sagen. Wenn er über die Sache sprechen will, muss er zu mir kommen. Ich habe nichts gegen ihn. Aber würde er die Kollision in Indien ansprechen, würde ich ihm sagen, was ich allen sage. Ich hatte die Nase vorn. Deshalb gehörte die Kurve mir."

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