Massa im doppelten Pech

Ärger über Sensor und Maldonado

Felipe Massa - GP Bahrain 2015 Foto: Wilhelm 59 Bilder

Felipe Massas Grand Prix von Bahrain war schon fast zu Ende, bevor er überhaupt begonnen hatte. Der Brasilianer kam beim Start in die Formationsrunde nicht vom Fleck. Ohne die Kollision mit Maldonado wäre aber wenigstens noch Platz 7 möglich gewesen.

Zwei Mal hat Felipe Massa den GP Bahrain gewonnen. Diesmal brachte ihm das Rennen in der Wüste kein Glück. Vor dem Start in die Formationsrunde wollte der Motor nicht am Leben bleiben. "Wir haben ihn drei oder vier Mal angelassen, aber er ging nach kurzer Zeit im Leerlauf wieder aus", klagte der Pilot.

Beim Check in der Boxengasse stellte sich ein Sensorproblem heraus. Zum Glück reichte die Zeit aus, das System neu zu starten. Und damit auch den Motor. Dann legte Massa los wie die Feuerwehr. Bis er in der vierten Runde auf Pastor Maldonado traf. "Ich war schon an ihm vorbei. Aber er hat total seinen Bremspunkt verpennt und mich im Heck getroffen", ärgerte sich Massa.

Was sich Maldonado wohl gedacht hat? Vielleicht war er seinerseits auf Massa sauer, weil dessen Fernbleiben in der Startaufstellung den Lotus-Piloten so verwirrte, dass er sich auf den falschen Startplatz stellte.

Massa mit Handikap im Zweikampf

Im Diffusor fehlte ein großes Stück Carbon. Der Williams verlor massiv an Abtrieb im Heck. Damit wurde Massa Aufholjagd zusätzlich erschwert. "Das Heck war total instabil. Das hat auch noch meine Reifen gekillt."

Aus der Not heraus entschied Williams, den Brasilianer schon in der 24. Runde mit dem letzten Reifensatz loszuschicken. Die neue Garnitur Medium-Reifen musste 33 Runden lang halten. "Mit drei Stopps wäre ich nirgendwo gelandet", gab Massa seinen Strategen Recht.

Das brachte Massa zwar kurzfristig den achten Platz, aber je länger das Rennen dauerte, umso mehr kämpfte er mit dem Rücken zur Wand. Zuerst überholte ihn Sergio Perez, dann Daniil Kvyat. "Zum Kämpfen hatte ich nicht das richtige Auto."

Massa holt letzten WM-Punkt vor Alonso

Massa konnte von Glück reden, dass nicht auch noch Fernando Alonso nach ihm griff. Die Rundenzeiten des Spaniers waren zum Schluss um drei Sekunden schneller. "Es war ein einziger Überlebenskampf", stöhnte Massa. Der Williams-Pilot glaubt, dass er ohne den Schaden im Heck auf Platz 7 gelandet wäre. "Der Speed dazu war da. Für Ricciardo hätte es wahrscheinlich nicht mehr gereicht."

Wie Teamkollege Bottas sieht auch Massa die Hauptaufgabe darin, den Williams zum Reifenschonen zu erziehen: "Vom Setup haben wir schon alles probiert. Jetzt muss etwas vom Auto kommen. Der Abstand zu Mercedes ist ähnlich wie im letzten Jahr. Nur Ferrari steht relativ zu 2014 viel besser da. Und das liegt hauptsächlich daran, wie das Auto mit den Reifen umgeht."

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