Massa

Kein Grund zur Entschuldigung

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Felipe Massa und David Coulthard werden wohl so schnell keine Freunde. Nach der Kollision verweigerte der Brasilianer die eingeforderte Entschuldigung.

In der 25. Runde des Auftakt-GPs in Melbourne hatte der Ferrari-Pilot ein optimistisches Überholmanöver gewagt und seinen schottischen Widersacher dabei unsanft ins Abseits befördert. Sogar Ferrari-Berater Michael Schumacher sprach seinen Piloten danach schuldig, den Zusammenprall ausgelöst zu haben.

Massa bleibt stur

Natürlich forderte der aufgebrachte Coulthard eine prompte Entschuldigung von Massa. Doch auch ein Telefonat der beiden konnte die Situation nicht klären. "Ich sehe keinen Grund mich zu entschuldigen", ließ Massa am Donnerstag (20.3.) in Sepang verlauten. "Wir fahren Rennen, so etwas passiert eben."

Beim Schotten stieß diese sture Haltung auf Unverständnis. "Es war einfach ein dummes Manöver", kommentierte der Red Bull-Pilot. "Massa fährt angeblich um die Weltmeisterschaft. Da sollte er etwas klüger agieren und nicht so viel Risiko eingehen." Nach Einschätzung Coulthards wären die Überholmöglichkeiten kurz danach in Kurve drei viel besser gewesen. Eine Mitschuld wollte der 37-jährige Schotte nicht einräumen. "Wenn es zehn Mal solche Situationen gibt, wird es auch zehn Mal krachen."

Motorprobleme behoben

Während das Rennen für Coulthard direkt nach dem Crash beendet war, konnte Massa noch sechs Runden weiterfahren. Ein defekter Motor zwang den Brasilianer schließlich zur Aufgabe. In Malaysia soll der Kampf um die WM neu beginnen: "Die Saison startet für mich erst jetzt", sagte Massa. Zu den Gerüchten, dass er bei Ferrari demnächst durch Sebastian Vettel ersetzt werden könnte, äußerte sich der Brasilianer locker: "Ich habe noch drei Jahre Vertrag. Ich kann ruhig schlafen."

Der Grund für die beiden Motorschäden hat Ferrari nach eigener Aussage mittlerweile gefunden. Nach einem offiziellen Statement waren zwei defekte Einlassventile, Probleme mit der Benzinversorgung und die große Hitze Schuld an dem Doppelausfall. "Das haben wir nun aber im Griff", hieß es aus dem Ferrari-Lager. Die Hitze wird jedoch auch in Sepang ähnliche groß sein wie noch in Melbourne. Ferrari-Fans sollten deshalb nicht zu beruhigt sein.

Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Speed von Ferrari. In Melbourne konnte Kimi Räikkönen gerade einmal drei Runden frei fahren. Ein direkter Vergleich mit McLaren war nicht möglich. Zu diesem Thema meldete sich auch BMW-Pilot Nick Heidfeld zu Wort. Nach Einschätzung des Mönchengladbachers waren die Roten im Qualifying relativ schwach. "Da waren wir auf einem Level", so Heidfeld zufrieden.

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