Pirelli - Formel 1 - GP Russland - Sochi - 9. Oktober 2014 ams
Pirelli F1 Reifen 2014
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Massa-Kritik erfolgreich

Pirelli ändert Brasilien-Reifenwahl

Pirelli hat auf die Kritik von Felipe Massa reagiert. Beim vorletzten Rennen in Brasilien bringt der Gummi-Lieferant nun doch weichere Reifen als ursprünglich geplant. Massa hatte die erste Entscheidung für harte Reifen als "gefährlich" und "nicht akzeptabel" bezeichnet.

Formel 1-Piloten beschweren sich gerne, dass ihre Stimme im großen Renngeschäft nicht gehört wird. Jetzt hat Felipe Massa das Gegenteil bewiesen. Der Brasilianer hatte am Rande des GP Russlands bei seinen Fahrerkollegen, bei der FIA und bei Pirelli dafür geworben, dass die Reifenwahl beim Rennen in Sao Paulo noch einmal geändert wird.

Massa-Kritik an Reifenwahl erfolgreich

Pirelli hatte ursprünglich angekündigt, die Mischungen "medium" und "hart" nach Interlagos mitzubringen. Diese Entscheidung hatte Massa scharf kritisiert: "Das ist komplett inakzeptabel. Es kann dort kalt sein, es kann halbfeucht sein. Wenn man dann den harten Reifen aufzieht, dann könnte das gefährlich werden. Ich verstehe diese Entscheidung nicht", so der Williams-Pilot in Sochi.

Das Hauptargument von Massa war der neue Asphalt, der erst vor Kurzem in Sao Paulo verlegt wurde. "Dieses Jahr wurde in Interlagos neuer Bodenbelag aufgebracht. Immer wenn wir auf neuem Asphalt fahren, wird es eher einfacher für die Reifen. Ich habe deshalb keine Ahnung, warum sie so harte Reifen gewählt haben."

Pirelli lenkt ein

In einer ersten Reaktion kündigte Pirelli an, die Reifenwahl noch einmal zu überdenken. Am Freitag (17.10.2014) fiel schließlich die Entscheidung: "Nach einem Vorschlag von Pirelli und der Zustimmung aller Teams wurden die Reifenmischungen geändert. Obwohl in den letzten beiden Jahren "hart" und "medium" verwendet wurden, hat die Neuasphaltierung in Interlagos zu einem Wechsel auf "medium" und "soft" geführt", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme.

Nachdem die Mischungen schon beim GP Russland etwas zu hart ausgefallen waren, wurde man bei Pirelli offenbar nervös. Kurzfristige Änderungen sind normalerweise nicht vorgesehen. "Wir haben immer gesagt, dass wir ein offenes Ohr für Änderungen haben. Nachdem wir die Auswirkungen des erneuerten Bodenbelags noch einmal technisch analysiert und ein geringes Risiko von Überhitzung berechnet haben, wurde die Entscheidung einstimmig von allen 11 Teams unterstützt", begründete Sportchef Paul Hembery den Wechsel.

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Viele sprachen in Russland vom langweiligsten Rennen des Jahres.

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