Massa und Perez denken positiv

"Das Beste aus den Umständen machen"

Felipe Massa - Ferrari - Formel 1 - Test - Barcelona - 28. Februar 2013 Foto: xpb 17 Bilder

Der neunte Testtag in diesem Winter war ungemütlich. Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad, ein eisiger Polarwind und Regen, der bisweilen waagerecht einfiel. Trotzdem versuchten Felipe Massa und Sergio Perez das Positive in einem schlechten Tag zu sehen.

Bei diesen Bedingungen jagt man keinen Hund vor die Tür. Viel fehlte nicht, und es hätte in Barcelona geschneit. Trotz der widrigen Bedingungen haben Felipe Massa und Sergio Perez die 100-Runden-Marke geknackt. "Wir haben das Beste aus einem schlechten Tag gemacht", versuchte Perez positiv zu denken.

Der Mexikaner spulte exakt 100 Runden ab. "Den Vormittag konnten wir vergessen. Am Nachmittag wurde es besser. Wir konnten wenigstens die unterschiedlichen Reifen durchprobieren, vom Schlechtwetterreifen, über den Intermediate bis zu den Trockenreifen. Für mich ist es wichtig, mein neues Auto unter allen Betriebsbedingungen kennzulernen."

Ferraris erste Renndistanz

Felipe Massa ist bei Ferrari schon seit 2006 zuhause. Der Brasilianer hatte andere Prioritäten. "Wir sind am Nachmittag eine Renndistanz gefahren, die erste überhaupt in diesem Testwinter", erzählte Massa. Der Ferrari spulte die 66-Rundendistanz erfolgreich ab. Am Ende des Dauerlaufs ließ man absichtlich das Benzin ausgehen.

Insgesamt drehte Massa 112 Runden, nur geschlagen von Lewis Hamilton mit einem Umlauf mehr. "Die Zuverlässigkeit stimmt. Das Auto fühlt sich auch immer besser an. In Bezug auf die Reifenabnutzung kann ich sagen: Wir sind auf jeden Fall nicht schlechter als die Konkurrenz."

Noch ein Testtag bis Melbourne

Trotzdem bleiben Fragezeichen. Massa wird noch einen Tag testen, bevor es nach Melbourne geht. "Das ist, was wir haben, und damit müssen wir leben. Den anderen geht es auch nicht besser. Ich weiß nicht, wo wir stehen. Ich weiß nicht, wo die anderen stehen."

"Red Bull wird schnell sein, aber man muss kein Prophet sein, um das vorherzusagen. Die hatten letztes Jahr ein schnelles Auto, die Regeln haben sich kaum geändert, also werden sie auch diesmal wieder vorne mitfahren. Für uns zählt, dass wir wesentlich besser dastehen als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr."

McLaren mit weniger Informationen als erhofft

Auch Sergio Perez schwimmt, wenn man Prognosen von ihm hören will: "Wir sind schnell. Wie schnell? Ich weiß es nicht. Wir gehen mit weniger Informationen nach Melbourne als wir uns das wünschen. Ich kann nur hoffen, dass es an meinem letzten Testtag trocken ist. Ich muss noch unterschiedliche Abstimmungen ausprobieren. Letzte Woche hatten wir uns mit dem Setup verrannt. Jetzt müssen wir herausfinden, ob wir eine Lösung gefunden haben."

Außerdem bringt McLaren am Samstag neue Teile nach Barcelona. Davon erwartet sich Perez Antworten: "Wir müssen herausfinden, wie die Entwicklungen funktionieren. Sie könnten den Unterschied in Melbourne ausmachen. Es bringt nichts, sich darüber aufzuregen, dass uns die Zeit davonläuft. Wir müssen einfach das Beste aus den Umständen machen."

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