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Mateschitz über Webber

"Können keinen Besseren verpflichten"

Mark Webber ist für seine Angriffe auf Red Bull-Teamkollege Sebastian Vettel in Silverstone von der Teamführung getadelt worden. Auswirkungen auf seine Vertragsverlängerung scheint die Missachtung der Stallregie aber nicht zu haben.

An Mark Webbers Schlussattacke auf Sebastian Vettel scheiden sich die Geister. Hat der Australier unnötig Punkte für sein Team aufs Spiel gesetzt oder hat der Red Bull-Pilot einfach nur bis zum letzten Meter gekämpft, wie man es eigentlich von jedem Rennfahrer erwartet?

Horner nimmt sich Webber zur Brust

Die Meinung von Teamchef Christian Horner ist klar. Er hatte seinen Piloten in den letzten Runden gleich vier Mal befohlen, die Position hinter Vettel zu halten. Doch das Funkgerät des Australiers blieb stumm. Horner kündigte schon nach dem Rennen Gesprächsbedarf mit seinem Piloten an.

Lange hat man bei Red Bull nicht mit der Aussprache gewartet. "Wir haben uns Mark zur Brust genommen", erklärte Horner gegenüber der Bild-Zeitung (13.7.). "Er hat den zweiten Platz von Sebastian, seinen dritten Rang und die 33 Punkte fürs Team riskiert". Dass Webber damit seinen Job aufs Spiel gesetzt hat, wollte der Teamchef aber nicht bestätigen. "Wir werden Ende August zusammen eine Entscheidung treffen", sagte der Engländer.

Mateschitz will Webber-Vertrag verlängern

Für Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz scheinen die Ereignisse in Silverstone keinen Einfluss auf die Personalplanung zu haben. "Die Vertragsverlängerung mit Mark steht doch außer Zweifel. Er fühlt sich wohl bei uns, im Team ist er sehr populär. Er kann kein besseres Auto bekommen, und wir können keinen besseren Fahrer auf dem Markt verpflichten", erklärte der Oberbulle in den Salzburger Nachrichten (12.7.).

Dass Webber die Funksprüche seines Teamchefs ignorierte, will Mateschitz nicht überbewerten. "Die Vereinbarung, Positionen im Finish zu halten, wurde zwischen Team und Fahrern schon vor dem Rennen besprochen. Mark kam im Finish an Sebastian Vettel heran, weil der einsah, dass Fernando Alonso heute nicht mehr zu kriegen war und zurücksteckte. Ich verstehe Webber, dass er noch nach vor kommen wollte. Er wäre ein schlechter Rennfahrer, hätte er es nicht versucht."

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Bei Red Bull stehen die Wogen auf Sturm.

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