Max Mosley

2010 ist das kritische Jahr

Max Mosley Foto: Daniel Reinhard 32 Bilder

FIA-Präsident Max Mosley hat eindringlich davor gewarnt, die gegenwärtige Situation in der Formel 1 zu unterschätzen: "Das ist die größte Krise, seitdem ich in der Formel 1 dabei bin", sagte der Brite.

Max Mosley ist schon einige Zeit im Geschäft: 1969 gründete der Brite mit einigen Freunden den Rennstall March. Seitdem sind 40 Jahre vergangen, in denen die Königsklasse nicht in einer solch schwierigen Lage gewesen sei. Besonders kritisch könnte die Lage nach Einschätzung des FIA-Präsidenten in der Saison 2010 werden: "In diesem Jahr sind noch alle Budgets bewilligt. Aber 2010 erwartet uns ein kritisches Jahr", warnt Mosley.

Kosten noch immer zu hoch

Die weltweite Absatzkrise zwingt alle Hersteller dazu, das Motorsportengagement zu überdenken. Als größtes Problem der Königsklasse sieht der 68-jährige Brite noch immer die viel zu hohen Budgets an. "Wir müssen nächstes Jahr eine Situation schaffen, in der das Geld von der FOM (Formula One Management) und ein wenig Sponsorengelder ausreichen müssen, um eine ganze Saison zu finanzieren."

Da FOM-Präsident Bernie Ecclestone bereits mehrmals abgelehnt hat, mehr Geld aus den Erlöstöpfen an die Teams auszuschütten, bleibt als Lösung nur eine drastische Kostensenkung. "Die Teams wollen ja auch die Kosten senken", lobt Mosley, "allerdings geht das noch zu langsam. Die Verluste der Teams auf der Einnahmenseite steigen schneller als das Tempo, mit dem wir die Kosten senken."

Verkleinerung der Budgets

Mit 80 bis 90 Millionen Euro liege die Einstiegshürde für neue Teams noch immer viel zu hoch. "Wir müssen diesen Wert schnell auf 40 bis 50 Millionen Euro senken", fordert der Weltverbandschef. Dabei brachte Mosley auch erneut die Idee einer generellen Budget-Beschränkung ins Spiel. Doch gegen diese Maßnahme gibt es noch großen Widerstand von den Teams: "Die Teams werden schon noch selber darauf kommen, dass es das beste für sie ist."
 
Positiv bewertet Mosley immerhin, dass sich die Teams darauf geeinigt haben, die Motorensätze ab 2010 für nur noch fünf Millionen Euro pro Saison an die Privatteams zu liefern. "Das erlaubt es uns, auch mit einem unabhängigen Motorenhersteller ins Geschäft zu kommen. Denn nur auf die Autokonzerne kann man sich nicht verlassen."Obwohl es mit den Herstellern Verträge und Verpflichtungen über die Laufzeit des F1-Engagements gibt, will Mosley auch bei vorzeitigen Rückzügen keine gerichtliche Auseinandersetzungen. "Wir werden uns nicht mit den Herstellern anlegen."

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