Max Mosley zieht um

Foto: dpa

Wegen des neuen EU-Rechts, nach dem Beteiligte an Motorsportveranstaltungen bei tödlichen Unfällen inhaftiert werden können, flüchtet der FIA-Präsident nach Monaco.

Max Mosley gibt sein Büro am Trafalgar Square ebenso auf, wie sein Privathaus in London. Mosleys Anwälte hätten ihm geraten, nach Monaco umzuziehen, wo der FIA-Präsident bei einem möglichen Strafverfahren nicht mit einem Haftbefehl rechnen muss, das meldet der Online-Dienst des britischen Magazins "Autosport".

"Das ist keine voreilige Entscheidung", sagt Mosley. "Wir haben eine Weile darüber diskutiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass dies unser bester Schutz ist. So lange ich Präsident der FIA bin, muss ich zur eigenen Sicherheit in Monaco leben."

Max Mosley: "Kein Sündenbock"

Der Umzug ist Mosleys Reaktion auf das EU-weit geltende Recht, mögliche Beteiligte bei Straftaten im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen zu inhaftieren. Das gilt beispielsweise bei einem Rennunfall mit tödlichen Folgen. "Wenn die lokale Polizei einen Sündenbock für einen Unfall an einer Rennstrecke sucht, könnnen sie mich oder (den obersten FIA-Kommissar) Charlie Whiting ganz einfach abholen - aber nicht, wenn ich in Monaco bin", sagt Mosley.

Der FIA-Chef hatte nach Verabschiedung des Gesetzes vergeblich versucht, für Formel 1-Rennen eine Ausnahmeregelung bei der Europäischen Union durchzusetzen und wie schon des öfteren mit dem Auszug der gesamten Formel 1 aus Europa gedroht. Möglich wäre laut Teamchef Eddie Jordan theoretisch auch, dass einzelne Teams ihr Hauptquartier aus einem EU-Land in neutrales Ausland verlegen.

Abschreckendes Beispiel Senna

Als abschreckendes Beispiel dient der Formel 1 immer noch der Senna-Prozess. Als der Brasilianer im Mai 1994 in Imola starb, beschuldigte die italienische Staatsanwaltschaft unter anderem Teamchef Frank Williams und Williams-Technik-Chef Patrick Head der fahrlässigen Tötung.

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