Max Verstappen - Porträt - 2019 Red Bull

F1-Porträt Max Verstappen

Max Verstappen ist ein holländischer Rennfahrer, der in der Formel 1 für Red Bull an den Start geht. Wir stellen Ihnen den jüngsten Formel-1-Piloten aller Zeiten in unserem Porträt genauer vor.

In den Porträts von Formel 1-Fahrern nimmt die Zeit vor der Formel 1 meist den größten Teil ein. Mühsam kämpfen sich die Piloten durch verschiedene Nachwuchsklassen. Nicht selten finden sich auf diesem Pfad Rückschläge und Umwege. Bei Max Verstappen sieht das ganz anders aus. Sein Werdegang vor der Königsklasse ist schnell erzählt.

Im Alter von 8 Jahren begann der Sohn von Ex-Formel 1-Pilot Jos Verstappen seine Karriere im Kart. Innerhalb von 8 Jahren gewann das im belgischen Hasselt geborene Talent alles, was es in den kleinen Rennern zu gewinnen gab.

Verstappen rast im Eiltempo in die Formel 1

Als Kart-Weltmeister 2013 ging es schließlich in die Formel 3. Für das niederländische Team „Van Amersfoort Racing“ dauerte es nur wenige Rennen, bis der Umstieg in die großen Autos klappte. Plötzlich gewann Verstappen Rennen am Fließband. Nur ein Motorschaden am Nürburgring mit anschließenden Startplatzstrafen verhinderte, dass er in den Kampf um den Titel eingreifen konnte.

Bei den Formel 1-Scouts war Verstappen allerdings schon längst auf dem Notizzettel. Weil Mercedes keine kurzfristige Formel 1-Perspektive bieten konnte, entschied sich das von Vater Jos gemanagte „Wunderkind“ schließlich für einen Wechsel ins Red Bull-Lager. Schon in der Sommerpause 2014 wurde Verstappen – damals noch im Alter von 16 Jahren – als Toro Rosso-Pilot für 2015 bekanntgegeben.

Einen Führerschein für öffentliche Straßen besaß der Nachwuchsmann zwar noch nicht. Mit Testfahrten in einem 2 Jahre alten Red Bull-Auto sammelte Verstappen allerdings schnell die notwendigen Kilometer für die Formel 1-Super Lizenz. Im Freien Training von Suzuka debütierte der Youngster schließlich im Rahmen eines Formel 1-Wochenendes. Nach der Saison absolvierte Verstappen zur Vorbereitung auf die Rookie-Saison noch 2 weitere Abu Dhabi-Testtage in einem aktuellen Toro Rosso-Renner.

Max Verstappen jüngster F1-Pilot aller Zeiten

Beim Grand Prix-Debüt 2015 in Australien war Verstappen mit 17 Jahren der jüngste Formel 1-Fahrer aller Zeiten. Diesen Rekord wird ihm auch so schnell keiner abnehmen. Der Fall Verstappen sorgte für eine Verschärfung der Kriterien für das Erlangen der Super Lizenz. F1-Piloten müssen seitdem mindestens 18 Jahre alt sein und mindestens 2 Jahre in anderen Formel-Klassen absolviert haben.

Die von Experten und Konkurrenten geäußerten Bedenken erwiesen sich jedoch als unbegründet. In seiner Rookie-Saison zeigte sich Verstappen trotz seines jungen alters als reif genug für die Königsklasse. Vor allem seine forschen Überholmanöver beeindruckten die Fans. Ein ums andere Mal kochte er seine deutlich erfahreneren F1-Kollegen ab.

Mit 49 Punkten landete Verstappen am Ende auf Rang 12 der Fahrerwertung. In Budapest und Austin verpasste er das Podium auf Rang 4 jeweils nur knapp. Viele sahen in dem Teenager einen kommenden Weltmeister. Der Wechsel in ein Top-Team war nur noch eine Frage der Zeit.

Aber das es so schnell gehen würde, dachten wohl nur die wenigsten. Bereits in der laufenden Saison 2016 beförderte Red Bull Verstappen ins A-Team. Und beim GP Spanien siegte der Youngster auch gleich bei seinem ersten GP für Red Bull. Bis zum Ende des Jahres landete der Senkrechtstarter sieben Mal auf dem Podium. Das reichte für Platz 5 in der Gesamtwertung.

Red Bull zu langsam für den Titel

Eigentlich wollte Verstappen mit dem neuen Reglement 2017 durchstarten. Doch Red Bull erwies sich vor allem zu Saisonbeginn nicht so konkurrenzfähig wie erhofft. Dazu sorgte die Technik für den ein oder anderen Ausfall. Bis zum ersten Sieg des Jahres musste Verstappen bis zum Rennen in Malaysia warten. In Mexiko legte er dann wenig später auch noch einen zweiten Erfolg nach. Mehr als Platz 6 in der Endabrechnung – noch hinter Teamkollege Daniel Ricciardo – war nicht drin.

Auch 2018 wurde es wieder nichts mit dem Unternehmen „Jüngster Weltmeister aller Zeiten“. Der Renault-Motor schwächelte im Vergleich zur Konkurrenz von Mercedes und Ferrari. Als Achtungserfolg blieb Verstappen, dass er in Österreich und Mexiko immerhin zwei Siege sammeln und Valtteri Bottas in der WM-Wertung auf Platz fünf schieben konnte. Nach dem Wechsel auf Honda-Power in der Winterpause hofft der Youngster, 2019 endlich eine reale Chance auf den Titel zu bekommen.

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