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Pierre Gasly - GP Singapur 2018
Impressionen - GP Singapur 2018
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Max Verstappen in Reihe 1

Vettels Pole-Rekord knapp verpasst

Max Verstappen startet den Grand Prix von Singapur überraschend neben Lewis Hamilton aus der ersten Reihe. Im Qualifying wäre vielleicht sogar noch etwas mehr drin gewesen. Doch der Renault-Motor im Heck des Red Bull spielte nicht ganz mit.

Die großen Schlagzeilen nach dem Qualifying in Singapur gehörten Lewis Hamilton. Der Mercedes-Pilot hatte sich mit einer Traumrunde die Pole Position geschnappt. Im Schatten des Weltmeisters zeigte aber auch Max Verstappen eine echte Glanzleistung. Wohl nur die kühnsten Optimisten hatten Red Bull zugetraut, beide Ferrari und einen der Silberpfeile zu schlagen.

„Das kam wirklich total unerwartet. Nach dem dritten Training war ich noch voller Wut, jetzt bin ich einfach nur glücklich“, berichtete Verstappen anschließend. Nur 3 Zehntel fehlten auf Hamiltons neuen Streckenrekord. Beinahe hätte sich das Ausnahmetalent damit zum jüngsten Pole-Setter aller Zeiten gekrönt. Den Rekord hält aktuell noch Sebastian Vettel, der in der Saison 2008 im Qualifying zum GP Italien 88 Tage älter war als Verstappen am Samstag in Singapur.

Pole Position ohne Motor-Problem?

Max Verstappen - GP Singapur 2018
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Im entscheidenden Moment spielte die Technik am Verstappen-Auto nicht mit.

Vielleicht verdankt Vettel den Bestand seines Rekords auch ein wenig dem launischen Renault-Motor im Heck von Verstappens Red Bull. Schon im dritten Training schien das Aggregat verrückt zu spielen. „Das Auto ging einfach vom vierten Gang in den Leerlauf. Dann war auf einer schnellen Runde plötzlich die Leistung weg. Und im Qualifying passierte die gleiche Geschichte direkt schon wieder. Wir mussten den Motor mit etwas weniger Power fahren, aber es hat immer noch nicht richtig funktioniert“, berichtete Verstappen.

Schuld an der zickigen Antriebstechnik hatte offenbar die Software. „Wir müssen wohl nochmal an den Mappings und der Fahrbarkeit arbeiten“, nahm der Pilot die Ingenieure in die Pflicht. Zu Beginn des Q3 spielte die Technik dann aber immerhin für einen kurzen Moment mit. In 1:36.334 Minuten brannte der 20-Jährige im ersten Anlauf die zweitschnellste Runde des Wochenendes auf den Asphalt.

„Im letzten Run habe ich dann noch etwas mehr Gas gegeben. Ich war schon zwei Zehntel schneller als im ersten Versuch. Doch in Kurve 16 hatte ich beim Hochschalten dann wieder Leistungsaussetzer. Ich musste die Runde deshalb abbrechen.“ So blieb wieder nur Platz 2 – wie schon im Vorjahr. Die Frage nach dem „Was-Wäre-Wenn“ wird man wohl nie beantworten können.

Bestes F1-Qualifying von Verstappen

Max Verstappen - GP Singapur 2018
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Kann Verstappen den Spieß im Duell mit Hamilton am Sonntag umdrehen?

Teamchef Christian Horner wollte sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Ohne den Technik-Schluckauf wäre es verdammt eng geworden mit Hamilton. Max hätte heute sicher eine gute Chance gehabt, auf Pole Position zu fahren.“ Will Verstappen den Altersrekord von Vettel unterbieten, muss es noch in dieser Saison mit der ersten Pole klappen. Laut Horner war Singapur nicht die letzte Chance: „In Mexiko sehe ich auch noch eine Möglichkeit für ihn.“

Verstappen selbst wollte nicht spekulieren: „Ich bin mir nicht sicher, ob es für die Pole Position gereicht hätte, aber der Rückstand wäre sicher kleiner als 3 Zehntel ausgefallen. Mit all den Problemen, die wir hatten, müssen wir zufrieden sein, dass es für Startplatz 2 gereicht hat. Damit konnte man nicht rechnen. Von meiner Seite war es wohl das beste Qualifying meiner Formel-1-Karriere. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Runde. Und unser Chassis funktioniert auch sehr gut hier.“

Am Sonntag will Verstappen vom Start weg volle Attacke gehen. Die guten Longruns im Freien Trainings machen dem Youngster Mut. Mit erneuten Problemen im Antrieb rechnet Verstappen nicht. „Im Rennen gehen wir mit der Leistung noch mehr zurück. Die Probleme sind bisher immer nur dann aufgetreten, wenn wir den Motor an seinem Limit gefahren sind. In den Longruns am Freitag gab es keine Schwierigkeiten. Und wenn was kaputt geht, dann geht halt was kaputt. Da kann man dann nichts machen. Wir werden es morgen herausfinden.“

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