Max Verstappen schimpft auf FIA

"Hasse diese dummen Strafpunkte"

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP USA - 19. Oktober 2018 Foto: Red Bull 38 Bilder

Max Verstappen ist kein Kind von Traurigkeit. Auf der Strecke kämpft der Holländer mit harten Bandagen. Dass die Piloten für ihre Vergehen doppelt bestraft werden, kann der Youngster nicht nachvollziehen. In Austin machte er sich Luft.

Wenn Max Verstappen am Start steht, dann können sich die Fans immer auf besondere Action freuen. Und bei den FIA-Kommissaren sorgt das robuste Zweikampfverhalten des Shooting-Stars regelmäßig für Extra-Arbeit. In Japan stand der Red Bull-Pilot gleich zweimal im Fokus der Schiedsrichter.

Zuerst legte er sich mit Kimi Räikkönen an. Nach einem Verbremser in der Schikane rempelte Verstappen den Ferrari von der Bahn. Doch der 21-Jährige dementierte jede Absicht: „Wenn man wieder auf die Strecke kommt, dann sieht man nicht, was hinter einem los ist. Ich habe mein Bestmögliches probiert. Aber ich habe Kimi erst gesehen, als wir uns schon mit den Rädern berührt haben.“

Doppelte Bestrafung für Verstappen

Die FIA-Stewards kannten dennoch keine Gnade. Für Verstappen setzte es eine 5-Sekunden-Strafe, die er beim Boxenstopp absitzen musste. „Von außen sah es so aus, als hätte ich ihn von der Strecke geboxt. Aber ich konnte in dem Moment einfach nichts anderes machen, weil ich nicht mehr Grip hatte. Das war einfach ein unglücklicher Zwischenfall“, so Verstappen.

Max Verstappen - Red Bull USA Roadtrip - Showrun - Formel 1 2018 Red Bull Showrun USA Verstappen legt Beach-Boxenstopp ein

Nach Ansicht des Piloten werden die Strafen heute zu schnell ausgesprochen. Doch noch ein anderes Thema liegt dem Jungspund auf dem Herzen: „Was ich richtig hasse, sind diese dummen Penalty-Punkte, die es nach jeder Strafe zusätzlich gibt. Das ist wirklich lächerlich. Nach jeder Fünf-Sekunden-Strafe gibt es noch einen oder zwei Punkte.“

In Japan wurde das Sünderkonto um einen Zähler erhöht. Verstappen steht damit bei 8 Strafpunkten in den letzten 12 Monaten. Bei 12 Strafpunkten müssen Fahrer ein Rennen aussetzen. Für Verstappen hat das System Schwächen: „Manchmal verdient man eine Strafe auf der Strecke, aber das Vergehen war nicht so schlimm, dass man dazu auch noch Strafpunkte verdient. Da stimmen die Verhältnisse einfach nicht.“

Vettel-Attacke ohne Chance auf Erfolg

Auch die Kollision mit Sebastian Vettel in der Spoon-Kurve sorgte für Diskussionen. Am Rande des US-Grand-Prix schilderte Verstappen noch einmal seine Sicht der Dinge: „Sebastian kommt an der Stelle mit Überschuss an, weil er einfach mehr PS hat. Ich habe ihn im Spiegel gesehen und habe schon etwas Platz gelassen. Aber ich habe gleich gemerkt, dass es nicht gut gehen kann.“

„Wenn man in dieser Kurve überholen will, kann der andere nur noch außen die Strecke verlassen. Ich habe wie gesagt schon versucht ihm Platz zu geben, aber wenn man in so einer engen Kurve versucht zu überholen, bekommt man automatisch Untersteuern. Alle Autos mit Ferrari-Motor sind für ihn zur Seite gefahren. Aber das kam für mich nicht in Frage. Wir kämpfen ja schließlich um die Position.“

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