Formel 1 GP Abu Dhabi 2013 Adrian Sutil xpb
Adrian Sutil, Sauber, Sitzanpassung
Adrian Sutil F1 Highlights Karriere
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Maximale Punkteausbeute

Force India überrascht mit Einstopp-Strategie

Force India hat es als einziges Team im Feld gewagt, den GP Abu Dhabi mit nur einem Stopp zu bestreiten. Der Plan ist aufgegangen. Adrian Sutil verbesserte sich von 17 auf 10, Paul di Resta von 11 auf 6.

Vor dem Rennen geisterte im Fahrerlager die Theorie herum, dass es einige Teams auch mit einem Stopp über die 55 Runden schaffen könnten. Doch selbst Lotus, bekannt als Reifenflüsterer, zogen diese Taktik nicht in Erwägung. Chefingenieur Alan Permane rechnete vor, dass ein Zweistopp-Rennen schneller ist.

Bremsprobleme kosten Trainingskilometer

Schließlich setzte nur Force India auf diesen Taktik-Poker. Für die Mannschaft von Vijay Mallya zahlte sich die alternative Strategie aus. Um das Risiko zu splitten, wurde Paul di Resta mit weichen Reifen losgeschickt, Adrian Sutil auf den Medium-Pneus. Auf Startplatz 17 hatte er freie Wahl. Beide Piloten sammelten Punkte. Di Resta wurde Sechster, Sutil machte 7 Plätze gut und wurde Zehnter. "Die Force India waren wirklich beeindruckend", gab auch Sauber-Chefingenieur Tom McCullough zu.

"Ich muss zufrieden sein, ich wäre ja fast noch Neunter geworden", sagte Sutil. "Das ganze Wochenende war verkorkst. Wenn wir noch weiter vorne gestanden wären, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen." Der Wahl-Schweizer spielt damit auf die Bremsprobleme an, die im Training und im Qualifying an beiden Autos auftraten. Am Freitag explodierte bei di Resta sogar die Bremsscheibe. Die fehlenden Kilometer machten das Zeittraining für Sutil zur Lotterie. Deshalb auch der schlechte Startplatz. Erst im Rennen verzögerte der VJM06 wieder wie er sollte.

27 Runden auf den weichen Reifen

Das Einstopp-Rennen war trotz der wenigen Daten, die man sammeln konnte, von Anfang an geplant. Zunächst machte sich Sutil im Rennen vor Mark Webber und Romain Grosjean breit, die mit weichen Reifen gestartet, schon früher an die Box kamen. "Ich konnte mich aber nicht zu aggressiv verteidigen. Immer wenn du neben die Ideallinie kommst, werden deine Reifen dreckig. Aber es hat Spaß gemacht, mit den Jungs da vorne zu fahren." Nach 28 Runden kam Sutil an die Box. Eigentlich etwas früh, wenn man bedenkt, dass noch 27 Runden mit den weichen Reifen vor ihm lagen. "Ich musste schon eher wechseln, weil es mit dem Medium-Reifen nicht so gut lief", sagt er.

Force India mit Vorsprung auf Platz 6

Das Maximum lag laut Pirelli eigentlich bei 25 Runden. Das bekam er im Schlussspurt auch zu spüren. In der letzten Runde war Sutil für Sergio Perez leichte Beute. "Die letzten 4 bis 5 Runden waren schwierig. Ich hatte keine Traktion mehr. Ich konnte Perez einfach nicht mehr hinter mir halten."

Nach dem Rennen ist sich Sutil sicher, dass die Taktik von di Resta die bessere war. "Die Medium-Reifen sind in kaltem Zustand am Start schwieriger ins Fenster zu bekommen", meint er. Im Fokus stand aber das Ergebnis als Team, deshalb biss er in den sauren Apfel. "Die Team-WM hat klare Priorität und da haben wir das Maximum herausgeholt." Force India liegt nun mit 32 Zählern Vorsprung vor Sauber auf dem 6. Platz.

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