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Keine Ausreden bei McLaren

„Zweite Saisonhälfte bei den Top-Teams“

Fernando Alonso - McLaren - F1-Test - Barcelona - Tag 8 - 9. März 2018 Foto: Stefan Baldauf 24 Bilder

Fernando Alonso hat genug vom Mittelmaß. Der Spanier erwartet von McLaren in diesem Jahr einen Quantensprung. Das erste Halbjahr stuft er noch als Anpassungsphase an den neuen Motor ein. Doch danach will er mit den Top-Teams kämpfen.

22.03.2018 Michael Schmidt

Seit 2013 hat Fernando Alonso keinen Grand Prix mehr gewonnen. Seit er bei McLaren fährt, stand er nicht mehr auf dem Podium. Die Ausbeute der letzten drei Jahre: 11, 54 und 17 Punkte. Beste Platzierung war Rang 10 in der Saison 2016. Das ist für einen zweifachen Weltmeister indiskutabel. Deshalb hat Alonso seine ganze Hoffnung in diese Saison gesetzt. McLaren erwartet, dass der Wechsel von Honda auf Renault-Power die Wende bringt. Das hofft auch Alonso. Der Trend muss klar nach oben zeigen, fordert der 32-fache GP-Sieger.

Die Defektserie bei den Testfahrten lässt Alonso kalt. „Wir haben alle Probleme, die dort aufgetreten sind, inzwischen aussortiert. Lägen mehr als nur vier Tage zwischen den beiden Testwochen, hätten wir schon in der zweite Woche besser aussehen können. Dann wäre mehr Zeit gewesen, gewisse Teile neu zu konstruieren und Schwachstellen abzustellen.“ Auch die Reparaturzeiten haben sich laut Teamchef Eric Boullier verkürzt. Durch Änderungen der Arbeitsschritte und den Bau neuer Werkzeuge. „Einen Motorwechsel schaffen wir jetzt in drei Stunden. Nicht gut, aber besser als bei den Testfahrten.“

Hohe Anspruchshaltung bei McLaren

Startübung - Barcelona F1-Test 2018 Preseason Power Ranking Wer ist der erste Mercedes-Gegner?

Fernando Alonso bezeichnet den MCL33 als eine gute Basis, auf der McLaren aufbauen kann. Ab jetzt kann es nur noch bergauf gehen. „Die Integration des Renault-Motors wird noch etwas Zeit brauchen. Wir sollten aber in der Lage sein, regelmäßig in die Punkte, vielleicht sogar in die Nähe des Podiums zu fahren und so wie Williams letztes Jahr in Baku die Chance nutzen, wenn sie sich bietet.“ Selbst wenn Renault von der Leistung her noch nicht mit Mercedes und Ferrari mithalten kann. „Unser Motor versetzt uns jetzt in die Lage, das Potenzial unseres Autos besser umzusetzen.“

Doch das ist dem Spanier nicht genug. Alonso will mehr: „Die Erwartungen sind hoch. Wir sind schließlich McLaren. Die Resultate müssen besser werden als bisher. Das ist das Jahr, es zu beweisen. Das Team ist bereit, es mit den Top-Teams aufzunehmen“ Ausreden werden nicht mehr akzeptiert. Genauso hat McLaren sein Auto gebaut. „Ohne Kompromisse wegen des Motorwechsels.“

Alonso spielt kurz den Realisten. Im Moment könne man noch nicht erwarten, mit Mercedes, Ferrari und Red Bull auf Augenhöhe zu fahren. doch das wird kommen, ist sich McLarens Speerspitze sicher: „Noch sind wir nicht auf dem Niveau der drei Topteams. Wir sollten es in der zweiten Saisonhälfte aber sein. Wir sind schließlich McLaren.“ Man kann auch ohne das beste Auto um Siege mitfahren, führt Alonso aus und erinnert an seine Ferrari-Saison 2012: „Da hat der Ferrari auch nicht zu den Top-Autos gezählt. Trotzdem habe ich lange die WM angeführt.“

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Oh, was ist geschehen? Paradigmenwechsel oder Versehen?

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Nabob 22. März 2018, 22:57 Uhr
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