Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Österreich - 29. Juni 2018 sutton-images.com
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McLaren sucht nach der verlorenen Zeit

Alonso spielt den Testfahrer

McLaren rätselt, warum die B-Version des MCL33 nach zwei guten Rennen zu Beginn im Mittelmaß versinkt. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit spielte Fernando Alonso im ersten Training zum GP Österreich den Testfahrer für Experimentalteile.

McLaren ist ein Rätsel. Das Team wollte mit Renault-Motoren in diesem Jahr die Lücke zu den drei Topteams schließen. Zuletzt beim GP Frankreich scheiterten beide Fahrer an der Q1-Hürde. Nur Williams war noch schlechter. McLaren musste besonders zuhause in England viele Prügel einstecken. Der britische Traditionsrennstall hat in der Heimat viele Fans. Über Jahrzehnte war McLaren die Speerspitze des British Empire gegen Ferrari. Deshalb tut der Abwärtstrend des zweitältesten Formel 1-Rennstalls besonders weh.

Als in Barcelona die B-Version des MCL33 debütierte, da schürte McLaren noch große Hoffnung. Mindestziel war die Absicherung des vierten Platzes. Zwei Rennen lang schien McLaren auf dem richtigen Weg. Beim GP Spanien qualifizierten sich die Fahrer auf den Plätzen 8 und 11. Fernando Alonso holte als Achter zum fünften Mal im fünften Rennen WM-Punkte. In Monte Carlo ein ähnliches Bild. Die Startplätze 7 und 12 waren eine gute Ausgangsbasis für weitere WM-Zähler. Alonso lag in den Punkterängen, als ihn ein Getriebeschaden aus dem Rennen riss.

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McLaren nur mit maximalen Abtrieb schnell

Nur zwei Wochen später in Montreal riss der Faden. Und in Paul Ricard kam es noch schlimmer. Dabei hatte sich das Auto seit Monte Carlo kaum verändert. Auch intern stellte man bei McLaren die Frage, warum das Facelift des MCL33 plötzlich im Mittelmaß versank. Es hat nach Aussage der Ingenieure mit dem Abtriebs-Niveau zu tun. Wenn der McLaren auf maximalen Abtrieb getrimmt ist, kann McLaren mit Renault, HaasF1 oder Force India mithalten. Wird der Heckflügel flacher gestellt, geht mehr Anpressdruck verloren als bei der Konkurrenz.

Es hilft auch nichts, die Flügelfläche wieder zu vergrößern. Dann leidet der Topspeed. Und der ist wegen des schlechten Luftwiderstands des Autos ohnehin nicht die Stärke des MCL33. McLaren fährt wie Red Bull mit extrem viel Anstellung. Das lässt den Schluss zu, dass der McLaren über das Chassis nicht genügend Abtrieb produziert. Sämtliche Versuche, das Problem zu lösen, schlugen fehl. Das ließ den Verdacht aufkommen, dass der Windkanal in dem Problembereich langsame Kurven nicht die korrekten Zahlen liefert.

Neue Teile nicht für Spielberg

McLaren brachte deshalb ein experimentelles Aero-Paket mit nach Spielberg. Frontflügel, Unterboden und Leitbleche waren neu. „Es ist der Startpunkt eines neuen Konzepts“, verrät ein Teammitglied. Alonso spielte im ersten Training den Testpilot. Die Ingenieure montierten Staudruckmesser und Messgitter am Auto und sprühten Flowviz auf die Experimentalteile. Der Test lohnte sich. Die Aero-Entwicklungen lieferten die erhofften Strömungswerte. Die müssen jetzt noch in Anpressdruck umgerechnet werden. Trotz der positiven Erkenntnisse kann McLaren mit den neuen Teilen nicht fahren. Sie sind noch zu schwer und nicht aus dem gewünschten Material hergestellt. Frühestmöglicher Einsatz ist der GP Ungarn.

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