McLaren mit B-Version in Spanien

Technik-Upgrade mit einzigartiger Nase

McLaren - GP China 2018 Foto: ams 30 Bilder

McLaren wird beim GP Spanien mit dem Auto an den Start gehen, das eigentlich schon in Melbourne fertig sein sollte. Man kann bei dem Upgrade auch von einer B-Version des MCL33 sprechen. Spektakulärstes Detail wird die neue Nase sein.

Lange hat McLaren ein großes Geheimnis daraus gemacht. Fernando Alonso deutete zwischen den Zeilen an, dass man McLaren erst beurteilen könne, wenn gewisse Upgrades ans Auto kommen. Nun, pünktlich zum Europa-Auftakt beim GP Spanien, ist es endlich so weit.

McLaren präsentiert seinen MCL33 in der Form, die er eigentlich schon zum Saisonstart hätte haben sollen. Doch die Entwicklung geriet im Zuge der Umstellung auf den Renault-Motor und wegen der Technikprobleme bei den Wintertestfahrten in Verzug. Man munkelt, dass darüber auch Chassis-Projektleiter Tim Goss gestolpert ist und sich das Team veranlasst sah, die Entscheidungsstrukturen im Technikbüro effizienter zu ordnen.

McLaren in vielen Punkten verändert

Die erste Ausbaustufe des McLaren ist genau genommen eine B-Version. Nase, Flügel, Deflektoren, Leitbleche vor den Seitenkästen, Unterboden und die Verkleidung im Heckbereich sollen neu sein. Also das halbe Auto.

Auffälligstes Detail wird die neue Nase sein. Sie bestand erst am 11. April ihren Crashtest. Vermutlich auch ein Grund für den verspäteten Einsatz. Gerüchten zufolge soll die Nase des MCL33 vom Design her ziemlich spektakulär sein. Ein Mix aus bekannten Konzepten, aber in ihrer Kombination einzigartig.

Gut möglich, dass sich McLaren von der Stummel-Nase verabschiedet, vielleicht die Force India-Idee mit den Löchern aufgreift und sie mit der schlanken Konstruktion des Mercedes verbindet. Das Rätsel wird erst am Donnerstag in Barcelona gelüftet, wenn das Auto zur technischen Abnahme bei der FIA gerollt wird.

Nase bestimmt das Aero-Konzept

McLaren - Technik - GP China / GP Bahrain - F1 2018 F1-Upgrades China / Bahrain Neue Teile für den Doppelschlag

McLaren hielt sich seit Saisonbeginn entgegen der Firmenpolitik mit aerodynamischen Neuheiten ziemlich zurück. Eine kleine Änderung am Unterboden da, ein paar Leitbleche und neue Bremsbelüftungen dort. Ein McLaren-Mitarbeiter erzählt uns: „Es gab über den Winter zwei Arbeitsgruppen. Eine am Basisauto für die Testfahrten, als Versuchsträger für den Renault-Motor gewissermaßen. Die andere hat an dem eigentlich geplanten Aero-Konzept gearbeitet. Das musste aber so lange zurückgehalten werden, bis die neue Nase einsatzbereit war. Nase und Frontflügel bestimmen, was weiter hinten am Auto passiert.“

Was das große Upgrade bringen soll, darüber schweigt sich McLaren aus. Wir hören nur, dass die Zahlen aus dem Windkanal vielversprechend sind. Die Runderneuerung sollte McLaren zumindest an die Spitze des Mittelfeldes bringen. Da ist man zwar bereits was die WM-Punkte angeht, aber noch nicht vom Speed.

Keine Ausreden mehr ab Kanada

Die Verantwortlichen sprechen von Schadensbegrenzung mit einem Auto, das sie nach dem GP Aserbaidschan erleichtert zu Grabe getragen haben. Wir wissen, dass Alonso mehr will als nur Platz 4. Er sprach vor der Saison vom Wunsch, mit den Großen mitzuhalten.

Der Spanier ist aber erfahren genug um zu wissen, dass große Schritte selten beim ersten Mal voll einschlagen. Deshalb hat er zuletzt eine Zweimonatsfrist genannt. Das würde mit dem Debüt der ersten Evolutionsstufe des Renault V6-Turbo beim GP Kanada zusammenfallen. Dann sollte es wirklich keine Ausreden mehr geben.

Neuester Kommentar

Bei all den grosskotzigen Sprüchen und Ansagen seitens McLaren, die vor allem Boullier von sich gegeben hat, will ich für McLaren stark hoffen, dass diese B-Variante auch wirklich diesen grossen Schritt bringt, den sie sich versprechen. Man wollte ja mit dem Renault-Motor auf dem Niveau von Red Bull agieren... davon ist man momentan aber noch sehr weit weg.
Wenn sie mit diesem Update P4 festigen können und permanent ins Q3 kommen, wäre das schon ein grosser Erfolg. Und dass McLaren ein gutes Chassis bauen kann, daran hege ich keinen Zweifel. Aber ob das reicht um gleich noch Red Bull einzuholen, daran glaube ich nicht.

Confi_User_3 9. Mai 2018, 07:48 Uhr
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