McLaren bestätigt Jenson Button

Button wird Mitglied im 300er-Club

Ron Dennis & Jenson Button - McLaren 2015 Foto: McLaren 68 Bilder

McLaren-Honda hat die Option auf Jenson Button für 2016 gezogen. Es wird die siebte Saison des 35-jährigen Engländers für den Rennstall aus Woking. Button ist damit auf gutem Weg, beim GP Singapur 2016 das dritte Mitglied im 300er Club der Formel 1 zu werden.

Eine Woche vor dem GP Japan hatten die englischen Tageszeitungen bereits seinen Rücktritt angekündigt. Im Fall von Jenson Button gilt: Totgesagte leben länger. Der 35-jährige Engländer vertröstete die Medienvertreter der Fleetstreet-Presse in Suzuka, dass sie auf seine Entscheidung noch etwas warten müssten. Und dann nahm es McLaren-Chef Ron Dennis in einem TV-Interview bereits vorweg. McLaren-Honda wird auch 2016 mit Fernando Alonso und Jenson Button fahren.

Button hängt trotz der enttäuschenden Saison ein weiteres Jahr an seine lange Karriere, die in der Saison 2000 bei Williams-BMW begann. Es wird seine 17.Saison werden. Bei GP Singapur 2016 steht dann ein ganz besonderes Jubiläum an. Button wird die Marke von 300 GP-Starts erreichen. Die haben bislang nur Rubens Barrichello (323) und Michael Schumacher (307) durchbrochen.

Button bleibt zu alten Konditionen bei McLaren

Eigentlich wollte Button seinen Zweijahresvertrag bei McLaren immer erfüllen. Der Engländer glaubt trotz der jüngsten Enttäuschungen an das Projekt McLaren-Honda, auch wenn er zuletzt immer öfter zugeben musste, dass es schwer sei sich für Platzierungen im Mittelfeld zu motivieren. „Im letzten Monat habe ich viel nachgedacht, und es ist kein Geheimnis, dass ich zwiegespalten über meine Zukunft war. Ron Dennis und ich hatten in den letzten Wochen einige gute Gespräche, und dabei wurde mir klar, dass Ron wild entschlossen ist unser Team durch diese schwierige Phase zu führen. Das gab mir das Vertrauen, diese Partnerschaft fortzusetzen.“

Verschwiegen wird dabei, dass McLaren und Button in den letzten Wochen Meinungsverschiedenheiten über das Gehalt des Weltmeisters von 2009 hatten, das sich vertragsgemäß im zweiten Jahr erhöhen sollte. Die sind offenbar im Sinne von Button ausgeräumt. Ron Dennis präzisierte: „Jensons Vertrag läuft über zwei Jahre. Es gab eine Option für McLaren, diesen Vertrag nach einem Jahr zu beenden. Doch nach vielen Gesprächen mit Jenson habe ich gemerkt, wie begeistert und entschlossen er noch ist. Somit wurde diese Option irrelevant. Deshalb wird Jenson nächstes Jahr für McLaren-Honda fahren, und zwar unter den Konditionen, wie sie in dem ursprünglichen Zweijahresvertrag festgelegt wurden.“

Sichert sich McLaren für Alonsos Abgang ab?

Buttons Vertragsverlängerung ist ein schwerer Schlag für Kevin Magnussen, der vorerst ohne Cockpit dasteht. Da der Däne bei HaasF1 nicht zum Zug kam, bleibt ihm nur noch die Hoffnung, dass die Teams im nächsten Jahr gebeten werden, drei Autos an den Start zu bringen. Das wäre eine Notlösung, sollten sich Red Bull und ToroRosso zurückziehen. Auch Stoffel Vandoorne hat im Moment keinen Platz im Feld. Der angehende GP2-Meister könnte höchstens noch bei Manor-Mercedes eingekauft werden, um dort ein Lehrjahr zu absolvieren.

Manche glauben auch, dass sich Ron Dennis mit dem Festhalten an Button mit all seiner Erfahrung für den Fall absichern wollte, dass ihm Fernando Alonso doch noch davonläuft. Nach den harschen Funksprüchen des Spaniers letztes Wochenende beim GP Japan kommen wieder Zweifel auf, ob Alonso die Geduld aufbringt, seine Mission bei McLaren-Honda bis zum Vertragsende 2017 zu erfüllen.

Dennis kommentierte die vom Frust getriebenen Aussagen des Ex-Weltmeisters, dass sich Auto und Motor wie ein GP2 anfühlten, in den englischen Medien durchaus kritisch. Er warf seinem Fahrer ein wenig professionelles Verhalten vor. Da das Restprogramm der Saison für McLaren-Honda nicht viel Besserung in Sicht hält, könnte der Konflikt zwischen McLaren und seinem Starpiloten weiter aufbrechen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Alonso bei McLaren einen Vertrag vorzeitig beendet

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