Stress in der McLaren-Fabrik

Extra-Schichten zu Weihnachten

McLaren - Produktion Foto: McLaren 51 Bilder

Der Zeitplan zum Bau des neuen McLaren MP4-31 wurde durch die Vorverlegung des Saisonstarts in Melbourne ordentlich durcheinandergebracht. 110 Mitarbeiter mussten über Weihnachten Sonderschichten einlegen, damit das Auto rechtzeitig fertig wird.

In den Formel 1-Fabriken herrscht diesen Winter noch größere Hektik als sonst. Ursprünglich sollte der Saisonauftakt in Melbourne am 10. April stattfinden. Anfang Oktober wurde das Rennen dann um 3 Wochen auf den 20. März vorverlegt.

Entwicklungsprogramm muss angepasst werden

"Darauf war unser geplantes Programm einfach nicht ausgelegt", erklärt McLaren-Rennleiter Simon Roberts. "Wir wussten, dass wir ein Problem lösen müssen. In Sachen Design- und Produktionskapazität konnte man die Aufgabe relativ einfach umschreiben: Es bleibt weniger Zeit also muss jeder etwas härter arbeiten."

So einfach ließ sich der Plan aber nicht anpassen. Immerhin beginnt die Entwicklung eines neuen Autos immer schon im Frühjahr der Vorsaison. 16.000 Teile müssen entwickelt und gebaut werden. Dabei ist ein Rennstall wie McLaren auf 80 bis 100 externe Zulieferer angewiesen.

"Der große Umfang an Teilen und die Zahl der Zulieferer bedeutet, dass immer etwas nicht so klappt wie geplant", so Roberts. "Man weiß nie, welches der 16.000 Teile mit Verspätung kommt. Oder wo wir bei der Inspektion erkennen, dass etwas schiefgelaufen ist. Vorher lässt sich leider nicht sagen, in welchem Bereich es zu Verzögerungen kommt. Man muss einfach reagieren."

McLaren-Arbeiter legen 8 Sonderschichten ein

Mit der Vorverlegung des ersten Rennens wurde die sowieso schon stressige Situation noch angespannter. Die einzige Lösung bestand darin, die verlorene Zeit über die Weihnachtsferien wieder reinzuholen. "Einfach gesagt: Wir haben 8 Zusatzschichten über 5 Tage in das Programm eingefügt - das war eine fantastische Leistung", lobt Roberts seine Crew.

"Insgesamt waren 110 Mitarbeiter involviert. Unsere Weihnachtsbelegschaft wurde mit einem Sonder-Bonus belohnt. Die Reaktion der Mitarbeiter war sehr gut. Sie hatten sogar Spaß dabei - auch wenn es etwas seltsam war, nicht die ganzen Ferien frei zu haben. Man konnte die gute Stimmung aber spüren."

"Jeder wusste, warum die Arbeit erledigt werden muss und wir haben es am Ende auch geschafft. Als alle im neuen Jahr in die Fabrik kamen, lagen wir wieder im Zeitplan. Es hatte sich angefühlt, als sei das Programm schon immer so geplant worden. Das war eine unglaubliche Leistung."

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