Stoffel Vandoorne - McLaren-Renault - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 26. April 2018 sutton-images.com
McLaren MCL33 - F1-Auto 2018
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McLaren auf Fehler-Suche

Rennen Top, Quali Flop

Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne sind im Rennen Top, dafür im Qualifying eher Flop. McLaren-Renault betreibt weiter Ursachenforschung. Und will in Baku zudem das Topspeed-Defizit minimieren.

Bei McLaren-Renault zählt man die Tage bis zum Europa-Auftakt in Spanien. In Fernando Alonsos Heimat soll der wahre MCL33 debütieren. Man hat eine Runderneuerung des Autos geplant. Ob der Plan aufgeht, wird man sehen. Indes befindet man sich weiterhin auf der Suche nach dem Faktor, der die Leistung im Qualifying schmälert. Noch nie hat man den Sprung in Q3 geschafft. Im Rennen trumpfte die britisch-französische Kombination dagegen immer auf. Im engen Kampf um Platz 4 im Mittelfeld muss man aber in beiden Disziplinen auf der Höhe sein.

Reifentemperatur als Ursache?

Ein Verdacht, der nahe liegt: Man bekommt die Reifen nicht in das richtige Temperaturfenster. Die Stärke im Rennen, die Reifen sanft zu behandeln, wird zur Schwäche im Qualifying. „Es ist schwierig, den Grund auszumachen, warum wir noch nie in Q3 waren. Eigentlich mache ich mir auch nicht so viele Gedanken darum, denn das Rennen zählt”, meint Alonso. “Ich denke aber nicht, dass es an den Reifen liegt. Wir hatten mal Probleme mit den Supersoft, aber du suchst da nach vielen Details, wenn es nicht läuft.” Auch Stoffel Vandoorne glaubt aus seiner Erfahrung im Auto während des Qualifyings nicht an die Theorie, dass sie zu kalt sind: „Das Gefühl habe ich nicht. Wir haben insgesamt die Performance einfach nicht.”

McLaren-Renault - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 26. April 2018
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McLaren will in Baku den Topspeed-Defizit auf die anderen Teams minimieren.

Ohnehin sind die Startpositionen nicht das einzige Thema. Auch beim Topspeed hat man noch Verbesserungsbedarf. In Baku testet man am Freitag in den Trainings einige Neuerungen. “Wir gehen hier mit einer etwas anderen Philosophie heran. Wir versuchen, den Rückstand zu den anderen auf der Geraden zu minimieren”, sagt Alonso und erinnert daran, dass es in der Vergangenheit mit Motorenpartner Honda noch mehr als vier Sekunden Rückstand waren. Ausgerechnet wo das Überholen auf dem 6,003 Kilometer langen Straßenkurs doch vorwiegend auf der Geraden ein Thema ist. „Da geht in den engen Teilen nicht viel. Auf der Geraden brauchst du eben ein bisschen mehr Topspeed, um zu Überholen.”

Alonso und Vandoorne eine Einheit

Daneben zählt in Baku vor allem Vertrauen ins Auto. “Wenn du hier weit raus kommst, hängst du in der Mauer”, weiß Vandoorne. Und? Hat er es? „Ja, wir haben eine gute Basis geschaffen und noch Potenzial.” Der Belgier steht in dieser Saison nicht mehr unter Welpenschutz. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen steht es 3:0 für Alonso. Unbestritten einer der stärksten Teamkollegen, den man haben kann.

Tickt für Vandoorne jetzt die Uhr? Der 26-Jährige gibt sich gelassen: “Wir kämpfen nicht um die WM oder um das Podium. Wir bauen das Team neu auf. Wir arbeiten eher miteinander als gegeneinander.” Alonso wird es sowieso nicht langweilig. Für ihn steht in den nächsten Wochen der WEC- bzw. Le Mans-Marathon neben der Formel 1 an. Und auch im Team bewegt sich viel. Am Donnerstag (26.4.) wurde bekannt, dass Chassis-Chef Tim Goss seinen Posten räumen musste.

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