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McLaren feiert Fortschritt

"Kein Risiko, kein Fehler, keine Belohnung"

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 23. August 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Die McLaren-Piloten versprachen sich viel vom GP Belgien. Doch nur für Jenson Button ging der Wunsch in Erfüllung. Der Engländer startet auf Platz 6. Teamkollege Sergio Perez flog im Q2 aus dem Rennen. McLaren taktierte konservativ.

24.08.2013 Michael Schmidt

Jenson Button machte seine Ankündigung wahr. Der in Ungarn runderneuerte MP4-28 war in Spa so stark, wie es Button erwartet hat. "Wir waren im Regen schneller als die Lotus und Ferrari. Auf trockener Straße haben mir dreieinhalb Zehntel auf Alonso, den Schnellsten, gefehlt. Da war ich Fünfter, und das entspricht ungefähr unserem Leistungsstand. Wir sind klar besser geworden, müssen aber noch an eingen Punkten arbeiten."

Welche das sind verschwieg Button. Wir sagen es Ihnen trotzdem: Es sind die langsamen Kurven. Button konnte zum ersten Mal in dieser Saison wieder lachen: "Meine Q2-Runde hat fast so viel Spaß gemacht wie meine letztjährige Pole Position."

McLaren entschied sich wenig Abtrieb

Der McLaren MP4-28 ist in der Aerodynamik-Konfiguration für mittleren und wenig Abtrieb einfacher auszubalancieren als auf den Strecken, die maximale Flügeleinstellung verlangen. Bei Ferrari beobachtet man ein ähnliches Phänomen. Bei McLaren wurde im Verlauf des Trainings lange diskutiert, mit wie viel Abtrieb man fahren soll. Die Ingenieure und Fahrer entschieden sich am Ende für wenig Abtrieb.

Button erzielte mit 318,7 km/h den vierthöchsten Top-Speed. Für Sergio Perez zahlte sich der Fortschritt nicht aus. Der Mexikaner flog in Q2 durch den Rost. Teamchef Martin Whitmarsh nahm ihn in Schutz: "Sergio kam um ein paar Sekunden zu spät über die Ziellinie. Sonst hätte er noch eine Runde fahren und sich locker für das Q3 qualifizieren können."

McLaren taktiert zu konservativ

Es war ein Training, bei dem es tausend Möglichkeiten gab, etwas falsch zu machen. Whitmarsh gab zu, dass man eine Spur zu konservativ taktiert hat. "Wir wollten keine Fehler machen und sind deshalb in unseren Entscheidungen kein Risiko eingegangen."

Button zählte deshalb auch nicht zu den drei Fahrern, die auf abtrocknender Strecke noch eine weitere Runde drehen konnten. "Wir hatten kein Glück, haben es aber auch nicht eingefordert. Wer kein Risiko eingeht, macht keine Fehler, bekommt aber auch keine Belohnung. Der sechste Startplatz ist das, was wir mit diesem Auto verdienen."

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