Carlos Sainz - GP Spanien 2019 Motorsport Images

Safety-Car hilft McLaren

Sainz dank Norris in den Punkten

McLaren ist aktuell hinter den drei Top-Teams die vorderste Kraft im Mittelfeld. In Barcelona hatte das britische Traditionsteam aber etwas Glück, dass es zu WM-Punkten gereicht hat. Die schwache Pace machte Carlos Sainz aber Sorgen.

Wer in Barcelona punkten will, der muss eigentlich nur Carlos Sainz ins Auto setzen. Der Lokalmatador ging nun schon zum fünften Mal bei seinem Heimrennen an den Start. Und zum fünften Mal reiste er mit etwas Zählbarem ab – egal ob im Toro Rosso, im Renault oder im McLaren. Doch so eng wie in diesem Jahr war es noch nie.

„Wir hatten heute eigentlich nicht die Pace, um aus eigener Kraft in die Top Ten zu fahren“, gab Neu-Teamchef Andreas Seidl nach dem Rennen offen zu. „Aber dank sehr guter Pitstops und einer Strategie, die in Bezug auf Reifenwahl und Timing der Boxenstopps perfekt gepasst hat, haben wir uns selbst wieder in die Position gebracht um anzugreifen.“

Taktik-Coup in SC-Phase

Wie gut die Reifenwechsel wirklich waren, zeigte sich in der offiziellen DHL-Pitstop-Wertung, in der Carlos Sainz und Lando Norris mit 2,07 Sekunden und 2,14 Sekunden die ersten beiden Plätze einnahmen. Eine kleinen Erfolgsfaktor hatte Seidl in seiner Auflistung aber unterschlagen: Das Safety-Car half auch ordentlich dabei, dass es Sainz in die Punkte schaffte.

Andreas Seidl - GP Spanien 2019
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Neu-Teamchef Andreas Seidl lobte die McLaren-Strategen und die Arbeit der Boxen-Crew.

Ausgerechnet Lando Norris im Schwesterauto sorgte durch die Kollision mit Lance Stroll für den Einsatz von Bernd Mayländer. Während Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer von einem „über-optimistischen Angriff“ des Rookies sprach, der eine Strafe verdient hätte, bezeichnete Kollege Seidl die Situation als „normalen Rennunfall“.

Als das SC-Signal auf dem FIA-Monitor aufblinkte kam bei McLaren im Gegensatz zur Konkurrenz von Toro Rosso keine Hektik auf. Carlos Sainz bog nicht direkt in die Boxengasse ab sondern wartete noch geduldig einen Extra-Umlauf im Bummeltempo, um in die gleiche Runde wie der Führende Lewis Hamilton zu kommen.

Das brachte Sainz kampflos vorbei an Alexander Albon. Mit frischen Soft-Reifen schnappte sich der Spanier beim Restart auch noch den zweiten Toro Rosso von Daniil Kvyat. Acht Runden vor dem Ziel war dann sogar noch Haas-Pilot Romain Grosjean fällig, der seine Reifen zu diesem Zeitpunkt nicht im richtigen Arbeitsfenster hatte.

Carlos Sainz - GP Spanien 2019
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Carlos Sainz kam dank guter Strategie und Safety-Car-Glück vorbei an beiden Toro Rosso.

McLaren dank Upgrades im Aufschwung

Sainz war mit Rang 8 sehr zufrieden. Mit der Pace seines Autos aber nicht: „Wir müssen analysieren, warum der Speed im Rennen nicht so gut war, wie wir das vorher erwartet hatten. Vor allem im letzten Sektor habe ich viel Zeit verloren“, klagte der Madrilene.

Auch Seidl zeigte sich überrascht, dass McLaren am Rennsonntag nicht so konkurrenzfähig wie erwartet war, insgesamt zieht der neue Team-Kapitän aber ein positives Fazit: „Die Gesamtleistung ist ermutigend. Im Vergleich zur Strecke in China, die ähnliche Charaktereigenschaften aufweist, waren wir deutlich näher dran an den Top-Autos im Mittelfeld. Ich danke den Jungs in der Fabrik, die mit den Aero-Upgrades gute Arbeit geleistet haben.“

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