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McLaren-Honda im Glück

„Der beste Tag des Jahres“

Stoffel Vandoorne - McLaren-Honda - Formel 1 - Testfahrten - Bahrain - Mittwoch - 19.4.2017 Foto: ams 77 Bilder

Stoffel Vandoorne konnte es nicht glauben. Sein McLaren-Honda lief und lief und lief. Teamchef Eric Boullier sprach vom besten Tag des Jahres. Der Honda-Motor hielt, und McLaren konnte Dinge testen, wie nie zuvor in dieser Saison.

19.04.2017 Michael Schmidt

Es war das härteste Wochenende des Jahres für McLaren-Honda, doch es fand ein Happy end. Nach zwei Ausfällen im Rennen und vier MGU-H Schäden und einem ersten Testtag mit nur 17 Runden, erlebte McLaren zum Abschluss der Testfahrten von Bahrain ein kleines Wunder. Es war der ersten normale Testtag in diesem Jahr. Stoffel Vandoorne drehte 81 Runden und fuhr mit 1.32,108 Minuten eine respektable Zeit. Das war Platz 4 in der Tageswertung.

Warum der Honda V6-Turbo plötzlich wie ein Uhrwerk lief, konnten nicht einmal die Honda-Techniker sagen. Teamchef Eric Boullier rätselte: „Gestern ging der Motor nach zwei Runden kaputt. Heute läuft es wie am Schnürchen. Dabei haben wir die gleiche Spezifikation im Auto wie gestern.“ Boullier kann nur mutmaßen, woran es liegt: „Vielleicht gibt es ein Problem mit einem Produktionslos.“ Die Hitze scheidet nach dem heutigen Tag als Grund aus. Auch am letzten Testtag kletterte das Thermometer auf über 32 Grad.

McLaren rüstet sich für den Tag X

Boullier sprach vom „besten Tag des Jahres“. „Zum ersten Mal konnten wir testen, was wir wollten. Wir haben so viele Daten und Informationen gesammelt wie noch nie. Wir sind mit dem Setup in extreme Richtungen gegangen. Wir verstehen das Auto jetzt viel besser. Wir konnten erstmals Vergleichstests fahren. “ Zum Beispiel mit drei Heckflügel-Versionen. Neuling Vandoorne stimmte zufrieden zu: "Endlich konnten wir angemessene Setup-Arbeit verrichten. Auch wenn ich nicht von einer Erleichterung sprechen würde."

McLaren entwickelt den MCL32 weiter, als gäbe es keine Probleme mit dem Honda-Motor. „Wir müssen für den Tag gerüstet sein, an dem wieder der Normalzustand eintritt. Und für die nächsten Jahre. Dieses Reglement bleibt uns noch ein bisschen erhalten. Würden wir jetzt aufgeben, weil eine Komponente im Auto nicht funktioniert, würde alles zusammenbrechen. Es widerspräche auch unserer DNA, uns in unser Schicksal zu fügen.“

Honda arbeitet unter Hochdruck an neuem Motor

Honda will bis zum GP Russland an der Peripherie des Motors kleine Modifikationen vornehmen. Die Japaner arbeiten unter Hochdruck an einem neuen Motor. Wann er einsatzbereit ist, will Boullier nicht sagen: „Fragen Sie Honda.“ Wir hören, dass er bis zum GP Kanada fertig sein soll. Mit neuen Zylinderköpfen und einem revidierten Verbrennungsverfahren.

Honda hat immer noch Mühe, das Konzept der effizienten Verbrennung zu optimieren. Früher hatte man für die zur Verfügung stehende Luft immer genug Benzin. Heute ist das Anforderungsprofil genau entgegengesetzt. Unendlich viel Luft, aber nur eine limitierte Menge Sprit.

Vandoorne nicht unter Druck etwas zu beweisen

Für Stoffel Vandoorne war der Testtag goldwert. Endlich konnte der belgische Rookie einmal ohne große Unterbrechungen fahren und unterschiedliche Abstimmungen miteinander vergleichen. Vandoorne kommt laut Boullier leichter über Hondas Unzulänglichkeiten hinweg: „Er steht nicht unter Druck. Stoffel weiß, dass wir an ihn glauben und ihn langfristig unter Vertrag haben. Er muss uns nicht jedes Rennen beweisen, was er kann. Wir verstehen, dass dies im Augenblick nicht möglich ist.“ Nur den allerletzten Umlauf brachte Vandoorne nicht zu Ende. Er musste abgeschleppt werden. "Wir haben eine ungewöhnliche Einstellung gestestet. Wir wussten, dass wir womöglich stehen bleiben könnten. So kam es dann auch."

Fernando Alonso leidet mehr als der Teamkollege, verrät Boullier. Weil er nun schon seit drei Jahren dem Erfolg hinterherfährt und ständig unter Wert geschlagen wird. Deshalb hat ihm McLaren auch das Indy-Abenteuer erlaubt: „Wir wollen nicht, dass das Feuer in ihm erlischt. Fernando will bei allem Erster sein, egal was er tut. Es in der Formel 1 nicht zu können, drückt auf die Moral.“

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