Fernando Alonso - McLaren - GP Australien - Melbourne - 24. März 2017 xpb
McLaren-Honda MCL32 - Filmtag - Circuit de Barcelona-Catalunya - F1 2017 - 26.2.2017
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McLaren-Honda MCL32 - Filmtag - Circuit de Barcelona-Catalunya - F1 2017 - 26.2.2017 44 Bilder

Fernando Alonso hört nicht auf

„Das Team erwartet extra Job von mir“

Fernando Alonso bestreitet Gerüchte, er werde die Saison nicht zu Ende fahren, wenn McLaren-Honda noch länger hinterherfährt. Ganz im Gegenteil: Das Team erwartet von ihm, seine Glanzleistung von Melbourne zu wiederholen.

Um Fernando Alonso ranken sich zur Zeit viele Gerüchte. Zum Beispiel dieses: Er habe das Rennen in Melbourne nicht wegen der Beschädigungen am Auto aufgegeben, sondern weil ihm sechs Runden vor Schluss das Benzin ausgegangen ist. „Blödsinn“, sagt Teamchef Eric Boullier. „Alonso hat aufgehört, weil es keinen Sinn mehr gemacht hat, mit dem beschädigten Auto weiterzufahren, nachdem er den 10. Platz verloren hatte."

Alonso räumt allerdings ein, dass der Benzinverbrauch problematisch ist. „Bei den aktuellen Motoren hängt alles zusammen. Wenn du nicht genug Leistung hast, ist auch der Verbrauch zu hoch.“ Wie viel Leistung fehlt, kann der Spanier nicht sagen. „Es ist jedenfalls gravierend. Das Chassis ist wirklich gut. Das spüre ich in den Kurven.“

Das Streckenlayout in Shanghai lässt befürchten, dass Alonso beim zweiten Grand Prix des Jahres noch mehr leiden muss als in Melbourne. „Wir müssen uns auf ein schweres Wochenende gefasst machen. Die Gerade ist länger, was dafür spricht, dass wir noch mehr Zeit verlieren. Aber manchmal kommst du auf eine Strecke, auf der die Papierform gegen dich spricht, und dann läuft es besser als erwartet.“

Jedem wird die Alonso-Frage gestellt

Mark Webber hatte nach dem GP Australien die Befürchtung geäußert, sein Kumpel Alonso werde sich das Trauerspiel nicht die gesamte Saison antun und damit den Schluss nahegelegt, dass der zweifache Weltmeister vorzeitig aussteigt. Alonso dementiert: „Zur Zeit geben viele Leute Kommentare zu mir ab. Jedem wird die Alonso-Frage gestellt, und jeder fühlt sich bemüßigt, etwas dazu zu sagen. Es stimmt, dass es nicht gut läuft, aber ich bin deshalb nicht depressiv. Im Gegenteil. Ich bin mehr motiviert als je zuvor. Das Team erwartet von mir jetzt einen extra Job so wie in Australien. Ich soll das gutmachen, was dem Auto fehlt.“

Alonsos Rennen in Melbourne mutet auch mit zehn Tagen Abstand noch wie ein kleines Wunder an. Der Spanier verteidigte bis zur 50. Runde seinen 10. Platz mit Zähnen und Klauen. Trotz einem geschätzten Power-Defizit von 100 PS. Trotz starker Beschädigungen am Auto. „Ich durfte mir in keiner Kurve einen Fehler erlauben, sonst wären sie über mich hergefallen.“

Alonso verlor 60 Punkte Abtrieb

Teamchef Boullier verrät, was wirklich passiert ist: „Die linke vordere Bremsbelüftung ist davongeflogen und hat dabei den Unterboden und linken Seitenkasten beschädigt. Das Auto verlor 60 Punkte Abtrieb und ist beim Bremsen ständig nach links gezogen. Zum Schluss hat auch noch der Motor zu wenig Luft abbekommen, weil die Airbox falsch angeströmt wurde.“

Nico Hülkenberg saß erste Reihe Mitte, als aus dem McLaren mit der Startnummer 14 ein rollendes Wrack wurde. „Ich lag direkt hinter Fernando, als er in der zweiten Runde in Kurve 10 voll über den Randstein drüber ist. Den Funkenregen habe ich voll abbekommen. Die nächsten zehn Runden hat der McLaren auf den Geraden mit einer Seite voll aufgesetzt und immer wieder Funken geworfen. Ich wundere mich nicht, dass sein Auto da was abbekommen hat.“

Neuer Honda-Motor bis Juni

Honda hat versprochen, auf die Probleme so schnell wie möglich zu reagieren. Wir hören aus dem Lager der Japaner, dass bis Juni ein neuer Motor auf Kiel gelegt werden soll. McLaren entwickelt weiter, als gäbe es das Motorproblem nicht. Im Freitagstraining werden die zwei MCL32 mit modifizierten Unterböden bestückt. Für Samstag ist ein neuer Heckflügel angekündigt. Er wird exklusiv an Alonsos Auto geschraubt, weil das Team nur ein Exemplar zeitgerecht fertigstellen konnte. Der Spanier nimmt das als Anlass, seine Bereitschaft zu bekräftigen. „Das Team arbeitet hart daran, die Situation zu verbessern. Da kann ich nicht einfach verschwinden.“

Der zweifache Weltmeister will sich auch nicht mit Ergebnissen im Mittelfeld verabschieden. „Ich hätte gerne mehr Pokale und mehr Titel. Die Fachwelt stuft mich seit 15 Jahren als einen der besten Fahrer der Formel 1 ein. Ich habe in dieser Zeit noch nie gegen einen Teamkollegen verloren. Ich glaube, dass kein anderer Fahrer das von sich behaupten kann. Das hält mich in der Formel 1.“

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