Fernando Alonso - McLaren-Honda - GP Bahrain 2017 - Qualifying xpb
Impressionen - GP Bahrain 2017 - Qualifying
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Valtteri Bottas - Mercedes - GP Bahrain 2017 - Qualifying
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McLaren im Honda-Pech

Drei MGU-H verschlissen

Es läuft nicht für McLaren-Honda. Die Antriebseinheit ist zu schwach auf der Brust und auch noch chronisch unzuverlässig. Dreimal ging in Bahrain die MGU-H ein. Die Piloten sind frustriert, Honda-Rennleiter Yusuke Hasegawa ratlos.

Diese Situation beschreibt eine zerrüttete Ehe. McLaren-Teamchef Eric Boullier verzichtete auf die Medienrunde nach dem Qualifying zum GP Bahrain 20117 fern. Deshalb blieb einer der vier Stühle leer.

Während Stoffel Vandoorne und Fernando Alonso auf der linken Seite nebeneinander Platz nahmen und sich gegenseitig mit dem Handy bespaßten, kapselte sich Honda-Motorenchef Yusuke Hasegawa auf der rechten Seite ab. McLaren und Honda: Das sind zwei Parteien, die an alte Erfolge anknüpfen wollten, und stattdessen seit 2015 von einem Unglück ins nächste rasen. Symbolisch getrennt durch einen Plastikstuhl.

MGU-H kann nicht gerettet werden

Das Wochenende in Bahrain schließt nahtlos an die Serie des Misserfolges an. Der Honda-V6 ist weiterhin flügellahm und defektanfällig. Stoffel Vandoorne schied zum dritten Mal im ersten Durchgang aus. Fernando Alonso schaffte es in den zweiten, konnte aber keine Zeit setzen. Weil die MGU-H versagte. „Es ist schon unser dritter Schaden an der MGU-H hier“, bedauerte Hasegawa. „Jedes Mal fuhr ein Lager fest. Wir wissen nicht, woran es liegt. Vielleicht sind es die Temperaturen.“

Alle drei Elektromaschinen sind irreparabel beschädigt und fliegen aus dem System. Vandoorne ereilte die erste defekte MGU-H bereits im ersten Training. Honda wechselte daraufhin gleich noch den Motor aus. Im weiteren Verlauf des Wochenendes verabschiedete sich eine weitere MGU-H. Der Belgier kommt Startplatzstrafen bereits im dritten von 20 Rennen bedrohlich nah. Sein Konto steht bei drei Turboladern, drei MGU-H, zwei Verbrennungsmotoren, zwei MGU-K, zwei Steuereinheiten und einer Batterie. Maximal vier Einheiten dürfen pro Einheit unter der Saison verwendet werden.

Alonso ätzt gegen Honda

Im Vorjahr holte Vandoorne in Bahrain noch seinen ersten WM-Punkt im ersten GP. Von Zählbarem kann er vom 17. Startplatz nur träumen. „Wir sind in einer völlig anderen Situation. Wir haben kein starkes Paket. Wir wissen schon seit Anfang 2017, wo wir stehen. Das Auto fühlt sich gut an. Wir wissen, wo das Problem steckt“, kommentierte der 25-Jährige. Gemeint ist die Antriebseinheit.

Alonso bemerkte den Leistungsverlust auf seiner Runde in der letzten Kurve. Er stellte den McLaren mit der Startnummer 14 in der Garage ab und kam nicht mehr raus. „Vielleicht hätte ich 13. oder 14. werden können. Jetzt bin ich halt 15.“, meinte ein niedergeschlagener Spanier. Auf die Frage, wie denn die Fahrbarkeit des Honda-V6 sei, wenn der Fahrer mal über längere Zeit fahren könne, nimmt sich Alonso ein paar Sekunden Zeit für die Antwort. Man merkt, wie es im Kopf des 32-fachen GP-Siegers rattert. Dann ätzt er: „Ich habe noch kein Rennen beendet. Hier schaffe ich nicht mal eine Runde. Was juckt mich da die Fahrbarkeit.“ Für das Rennen ist der Weltmeister von 2005 und 2006 pessimistisch. „Es bleibt uns wenig Zeit, den Motor feinzutunen. Die Mechaniker wechseln die Antriebseinheit. Dann muss ich schon auf die Einfahrrunde.“

Motorsport Aktuell Sebastian Vettel - Ferrari - GP Bahrain 2017 - Qualifying Ferrari mit Turbolader-Problemen Vettel fehlt eine halbe Sekunde

Das Siegerfoto der Qualifikation ist zum dritten Mal das gleiche.

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