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Kampf um Konstrukteurs-WM

Jenson Button und Lewis Hamilton halten zusammen

Während Sebastian Vettel und Fernando Alonso um den Fahrertitel rangeln, hat McLaren nur den Kampf um die Herstellerkrone im Kopf. Jenson Button und Lewis Hamilton haben sich zusammengerauft und wollen das Ziel mit vereinter Kraft erreichen.

Es gehört zu einer der gefragtesten Eigenschaften eines Rennfahrers, sich in jeder Situation anpassen zu können. An ein neues Auto. An einen neuen Teamkollegen. Oder an eine neue Aufgabenstellung. Wie gut sie das können, müssen Jenson Button und Lewis Hamilton nun beweisen. Das neue Saisonziel von McLaren lautet: Gewinn der Herstellerwertung.

McLaren setzt sich neue Ziele

Beide haben auf den Plätzen vier und sechs der Fahrer-WM noch eine theoretische Titelchance, in der Praxis haben sich beide von ihren Hoffnungen auf die Meisterschaft jedoch schon verabschiedet. Rennfahrer sind eben auch realistisch. Hamilton trennen 62 Zähler von WM-Leader Sebastian Vettel, Button 84 Punkte bei noch vier ausstehenden Rennen.

Es liegt in der Natur des Sports, sich neue Ziele zu setzen. "Wir sind hier um Rennen zu fahren und wollen gewinnen", sagt Button. Ganz speziell die Herstellerwertung. Aber auch hier hat Red Bull die Nase vorn. Vor dem Rennen in Indien fehlen McLaren auf Platz drei 83 Punkte. Im Nacken sitzt Lotus mit 29 Punkten Rückstand auf McLaren.

Ferrari und Red Bull Schritt voraus

"Wir konzentrieren uns auf uns als Team", sagte Hamilton. Die Konkurrenz beobachten die beiden natürlich trotzdem. "Ich denke, Ferrari und Red Bull sind uns einen Schritt voraus." Button klingt da schon etwas optimistischer. "Wir denken, wir können sie herausfordern und Ferrari denkt sicherlich genauso", sagt er. "Red Bull ist schnell, aber der Unterschied ist nicht riesig." Als Stärke der Bullen sieht Button vor allem die Verbesserung im Qualifying.

Bei McLaren gibt es auch noch einige Baustellen. Als eines der Hauptprobleme in dieser Saison machte der Button die Reifen aus. Vor allem mit der Temperatur hatte man Probleme. "Das ist der komplizierteste Teil des Autos", meint er. Aber auch die Zuverlässigkeit ließ zu wünschen übrig. In Korea quälten Hamilton Probleme mit dem Stabi, in Singapur war es das Getriebe, in Monza hakte es bei Button an der Benzinzufuhr. "Das ist ungewöhnlich für uns", sagt Button. "Das haben wir nicht einfach weggesteckt. Einige Teile haben wir geändert. Hier erwarten wir aber keine Probleme."

Hamilton kämpferisch

Zurücklehnen gilt trotz der verlorenen Chance auf den Fahrertitel aber nicht. Hamilton gibt sich kämpferisch: "Wenn wir nur das nötigste geben, dann bleiben wir wo wir sind. Wenn wir aber einen guten Job machen, können wir aufholen und den Titel gewinnen." Noch hat der zukünftige Mercedes-Pilot nicht mit McLaren abgeschlossen. Am Ende der Saison will er sich von jedem verabschieden. Bis dahin gilt: "Wir kämpfen zusammen. Sie brauchen mich und ich brauche sie."

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