Fernando Alonso - McLaren-Honda - Formel 1 - GP China 2017 - Shanghai - 7.4.2017 xpb
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McLaren IndyCar-Comeback

Alonso fährt Indy500 statt Monaco

McLaren wird nach 38 Jahren wieder beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis antreten. Wie der Rennstall mitgeteilt hat, wird Fernando Alonso beim Klassiker im Auto sitzen.

Kurz vor dem Formel 1-Rennen in Bahrain hat McLaren für eine echte Überraschung gesorgt. Der Rennstall in Woking wird in die IndyCar-Serie zurückkehren. Zusammen mit Andretti Autosport wollen die Briten ein Auto beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis an den Start bringen.

Alonso fährt McLaren beim Indy500-Rennnen

Die große Sensation ist allerdings die Entscheidung in Sachen Fahrerpersonal: Fernando Alonso wird beim McLaren-Indy500-Comeback nach 38 Jahren im orange lackierten Auto sitzen. Weil der US-Klassiker am 28. Mai 2017 parallel zum Formel 1-Rennen in Monaco stattfindet, wird Alonso das Rennen im Fürstentum freiwillig auslassen.

McLaren wird natürlich kein selbst entwickeltes Auto einsetzen. Wie alle anderen Piloten wird auch Alonso im Dallara DW12 Einheits-Chassis an den Start gehen. Als Motor kommt ein Honda 2,2 Liter Twin-Turbo V6 zum Einsatz, der im Vergleich zur Chevrolet-Konkurrenz deutlich konkurrenzfähiger ist als sein F1-Pendant.

Alonso-Ersatz steht noch nicht fest

Der Ausflug zum 500 Meilen-Rennen soll der einzige IndyCar-Auftritt von Alonso bleiben. Die restlichen Grands Prix in der Formel 1 wird der Spanier wie geplant bestreiten. Wer Alonso in Monaco ersetzen wird, hat der Rennstall noch nicht bekanntgeben. Zur Auswahl steht entweder Jenson Button oder einer der Junior-Fahrer Lando Norris oder Nobuharu Matshushita.

Alonso freut sich bereits auf den Ausflug nach Amerika: "Damit geht ein Traum für mich in Erfüllung. Das Indy500 ist eines der berühmtesten Rennen der Welt. Da kann höchstens noch das 24h-Rennen in Le Mans oder der Monaco Grand Prix mithalten. Natürlich bedauere ich, dass ich nicht in Monte Carlo antreten kann, aber es bleibt ja das einzige Rennen, das ich verpasse. Ich Kanada bin ich dann wieder mit von der Partie."

Für den zweifachen Weltmeister wird es auf dem Highspeed-Oval in Indianapolis aber sicher keine einfache Aufgabe: "Ich bin zuvor noch nie ein IndyCar gefahren. Und ich war auch noch nie auf einem Superspeedway unterwegs. Ich bin aber zuversichtlich, dass ich mich schnell daran gewöhnen werde. Ich habe jede Menge IndyCar-Action im Fernsehen und im Internet angeschaut. Es ist klar, dass es viel Präzision verlangt, wenn sich enge Kämpfe bei Tempo 350 liefert."

Alonso peilt Triple Crown an

Um sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten wird Alonso direkt nach seinem Heimrennen in Spanien nach Indianapolis fliegen, wo er an Testfahrten teilnehmen wird. "Ich hoffe, dass ich viele Kilometer abspulen kann. Ich weiß, wie gut die Jungs von Andretti Autosport sind. Ich bin stolz, für sie zu fahren."

Trotz der schwierigen Voraussetzungen hat sich Alonso hohe Ziele gesetzt. Im fortgeschrittenen Alter von 35 Jahren will der McLaren-Pilot noch die sogenannte Triple Crown gewinnen. Dafür müsste er Siege beim Monaco Grand Prix, dem Indy500 und dem 24h Rennen in Le Mans feiern.

"Das Rennen in Monaco habe ich ja schon zweimal gewonnen. Nur ein einziger Fahrer hat alle 3 Rennen gewonnen: Graham Hill. Das ist eine große Herausforderung, aber ich bin bereit. Ich weiß nicht, wann ich in Le Mans fahren kann, aber das habe ich mir auch fest vorgenommen. Ich bin ja erst 35 Jahre alt. Ich habe also noch viel Zeit."

McLaren-Boss erwartet große Dinge

McLaren-Boss Zak Brown freut sich ebenfalls auf das Abenteuer Indy500. "Michael Andretti ist ein alter Freund von mir. Andretti Autosport ist einer der besten Rennställe im Geschäft. Sie haben letztes Jahr mit Alexander Rossi das Indy500 gewonnen. Er wird nächsten Monat der Teamkollege von Fernando sein. Ohne den Einsatz von Honda wäre das Projekt nicht möglich gewesen."

Brown setzt große Hoffnungen in den Gaststart seines Schützlings. "Ich erwarte, dass er um den Sieg kämpfen kann. Das Team hat hier letztes Jahr gewonnen, sie fahren den gleichen Honda-Motor und er ist einer der besten Rennfahrer der Welt. Das ist eine überzeugende Kombination. Natürlich muss er sich aber erst noch akklimatisieren. Aber am Ende setzt sich Qualität immer durch im Motorsport."

Während Teamchef Eric Boullier den Formel 1-Einsatz in Monaco organisiert wird Brown nach Indianapolis reisen, um das McLaren-Comeback direkt vor Ort mitzuverfolgen.

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