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McLaren kein Allrounder

"Wir kennen unsere Schwächen"

Suzuka war für McLaren-Honda ein Reinfall. Fernando Alonso und Jenson Button kamen nie in die Nähe von WM-Punkten. Das will McLaren in Austin ändern. Weil es dort weniger Kurven von dem Typ gibt, die der McLaren MP4-31 nicht mag.

Ausgerechnet das Heimspiel ging in die Hose. In Suzuka war McLaren-Honda nirgendwo. Fernando Alonso mit Ach und Krach im Q2, Jenson Button in der letzten Startreihe. Im Rennen beide meilenweit entfernt von WM-Punkten. Für viele war die schwache Vorstellung beim Heimspiel eine Überraschung. Nicht für Alonso: „Wir kennen die Schwächen unseres Autos.“

Der Spanier sagt mit Bedacht „Auto“. Diesmal trifft die Schuld nicht nur den Honda-Motor. „Suzuka hat alles von dem, was unser Auto nicht mag. Wir sind mit Zweifeln hingefahren, und diese Zweifel wurden bestätigt. Es ist wichtig, dass wir die Schwachpunkte kennen. Damit sie uns beim nächstjährigen Auto nicht wieder passieren.“

Nur Mercedes kann alles

Ins Detail will Alonso nicht gehen. Er tut es dann indirekt, als die Sprache auf Austin kommt. Da sieht der zweifache Weltmeister wieder gute Chancen dort zu landen, wo man McLaren-Honda normalerweise erwartet. Kleine Einschränkung: „Der erste Sektor wird hart. Da sind die Kurven drin, die uns Probleme bereiten.“ Also schnelle, lang gezogene Schwünge.

Laut Alonso ist nicht nur der McLaren von dem Problem befallen, dass das Auto nur in bestimmten Kurventypen schnell ist. „Das sehen wir auch bei anderen Teams. Schaut euch das Auf und Ab im Mittelfeld an. Auch Williams, HaasF1 und Toro Rosso sind je nach Strecke mal stärker mal schwächer.“

Gibt es am Ende den echten Allrounder nicht mehr, ein Auto das alles kann? „Der Mercedes kann alles“, widerspricht Alonso. Aber schon dahinter zeichnet sich die Tendenz ab, dass das Streckenlayout die Leistung bestimmt. „Bei Ferrari und Red Bull fällt es nur nicht so krass auf, weil sie zum Mittelfeld 6 Zehntel Luft haben. In unserer Region können 2 Zehntel den Unterschied zwischen Platz 8 und Rang 17 ausmachen.“

McLaren mit mehr Selbstvertrauen

Alonso ist guter Dinge, dass McLaren diese Probleme für 2017 löst. „Das Team ist in den letzten 15 Monaten gewachsen. Ich bin happy mit der Art, wie unser Team Probleme angeht und löst. Wir haben mehr Leute, mehr Ressourcen, mehr Ideen. Honda und McLaren arbeiten viel besser zusammen. Viele Dinge laufen heute viel logischer ab als noch vor einem Jahr. Ich erkenne viel mehr Selbstvertrauen in dieser Mannschaft.“

Alonso hätte gerne wie Mercedes, Ferrari und Red Bull an den Tests mit den breiten Reifen teilgenommen. „Weil du da immer was lernen kannst.“ Aber in der augenblicklichen Situation von Honda sei das unmöglich gewesen. Die Japaner müssen erst einmal mit ihrem Motor auf die Füße kommen. Da ist keine Kapazität vorhanden, nebenher noch Motoren für Testfahrten zu bauen.

Die neue Auto-Generation sieht Alonso kritisch. „Ja, ich bin das 2017er Auto schon im Simulator gefahren. Natürlich ist es viel schneller. Aber die große Unbekannte bleiben die Reifen. Wenn wir nur auf eine Runde schneller sind, ist das nicht genug. Wir dürfen nicht wie jetzt in der zweiten Runde wieder 3 Sekunden verlieren.“

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