McLaren befördert Lando Norris

Ocon und Vandoorne ohne Cockpit

Lando Norris - McLaren - F1 2018 Foto: xpb 24 Bilder

McLaren befördert seinen Junior-Fahrer Lando Norris in der Saison 2019 zum Stammpiloten. Der Rennstall aus Woking bestätigte, dass der 18-jährige Brite neuer Teamkollege von Carlos Sainz wird. Stoffel Vandoorne muss sich ein neues Cockpit suchen.

Dass sich McLaren so schnell auf seine Fahrerpaarung für 2019 festlegt, konnte man nicht unbedingt erwarten. Doch schon einen Tag nach dem Rennen in Monza schafften die Verantwortlichen des Traditionsteams Tatsachen: Lando Norris wird zum Stammpiloten befördert und damit Teamkollege von Carlos Sainz Jr.. Bis zuletzt wurde eigentlich Esteban Ocon als aussichtsreichster Kandidat für das zweite Cockpit gehandelt.

Norris sticht Ocon und Vandoorne aus

Das Problem mit Ocon lag offenbar an seiner Verbindung zu Mercedes. McLaren wollte nicht den Ausbildungspartner für die Konkurrenz spielen. Und Mercedes wollte seinen Junior-Piloten offenbar nicht langfristig abgeben. So saß Ocon am Ende zwischen den Stühlen. Und wenn er seinen Platz bei Force India wie erwartet an Lance Stroll abgeben muss, steht der talentierte Franzose plötzlich ganz ohne Cockpit da.

Lando Norris & George Russell - Formel 2 - Spielberg 2018 Foto: sutton-images.com
Norris kämpft gegen Russell um den Formel-2-Titel. Aktuell liegt der künftige McLaren-Pilot mit 22 Punkte in Rückstand.

Auch Stoffel Vandoorne befindet sich auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Mit der Beförderung von Nachwuchsmann Lando Norris setzt die Teamleitung den Belgier vor die Tür. Vandoorne konnte sich aber schon länger auf sein Schicksal einstellen. Er hatte schon beim Rennen in Hockenheim die Kündigung erhalten.

Für Norris geht mit dem Einstieg in die Königsklasse dagegen ein Traum in Erfüllung. Der Vorjahresmeister der Formel 3-EM ist bereits seit 2017 Teil des McLaren-Juniorprogramms, war zunächst vor allem als Test- und Simulator-Fahrer im Einsatz, durfte zuletzt in Spa-Francorchamps und Monza aber auch schon erste Trainingseinsätze im Rahmen von Grand Prix-Wochenenden absolvieren.

Formel-2-Titel vor F1-Einstieg

In der kommenden Saison geht es dann erstmals in der Königsklasse auf Punktejagd: „Das ist für mich ein ganz besonderer Moment. Ich bedanke mich beim ganzen Team für diese Gelegenheit und dafür, dass sie an mich glauben“, kommentierte Norris die Beförderung.

„Jetzt konzentriere ich mich aber erst einmal voll auf die Formel-2-Meisterschaft. Ich will unbedingt den Titel gewinnen, bevor ich ganz für McLaren arbeite. Das wird eine schwierige Aufgabe, aber ich werde in den letzten vier Rennen so hart kämpfen wie ich nur kann.“ Aktuell liegt Norris in der Nachwuchsserie 22 Zähler hinter Spitzenreiter George Russell aus dem Mercedes-Juniorkader.

Für Russell, der als ebenso großes Nachwuchstalent gilt, ist der Vertrag von Norris keine gute Nachricht. Der Brite hatte sich ebenfalls Hoffnungen auf einen Platz in der Königsklasse gemacht. Mercedes muss sich nun entscheiden, ob man lieber Ocon oder Russell einen Platz verschaffen will. Viele mögliche Anlaufstationen gibt es allerdings nicht. Die einzig denkbare Option heißt aktuell Williams.

Neuester Kommentar

Das grundsätzliche Top und Flop sehe ich genauso. Ein Talent erkennt man halt auch wie lange er braucht um Siegfähig zu sein.
Auch Vandoorne (souveräner Meister im zweiten Jahr GP2) hat vielleicht mal Pech gehabt 2-3 mal nicht das neueste Upgrade erhalten und hat paar mal wegen 0,0x Sekunden gegen Alonso verloren. Jetzt wirkt die Bilanz halt extrem schlecht. Aber ich halte Vandoorne für ein Talent.

Bei Norris muss man schon sagen dass die F3 Saison extrem stark war, im ersten Jahr diese Meisterschaft zu gewinnen und so dominant spricht für extremes Talent. In der Formel 2 ist Markelov halt im dritten Jahr, so viel Zeit darf man nicht brauchen um Meister zu werden wenn man in die F1 will. Russel ist auch im ersten Jahr, hat aber durch die GP3 mehr Streckenerfahrung als Norris. Beide sind sicher F1 tauglich.

Jolyon Palmer ist im 4. Jahr GP2 Meister geworden (+ 2 Jahre die alte F2), sicher eine gute Leistung, aber nicht gut genug für die F1.

Racing-1 5. September 2018, 10:15 Uhr
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