McLaren Racing Vision 2050 McLaren Applied Technologies
McLaren Racing Vision 2050
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McLaren Racing Vision 2050 13 Bilder

McLaren MCLExtreme Vision 2050

Ist das noch Formel 1?

McLaren Applied Technologies hat sich Gedanken zum Formel-1-Auto der Zukunft gemacht. Der MCLExtreme Vision 2050 zeigt, wo die Reise in der Königsklasse hingehen könnte. Wir verraten die spannenden Details.

Die Formel-1-Bosse streiten aktuell mit den Teams darüber, wie das Auto für das Jahr 2021 aussieht. Da ist man bei McLaren schon fast drei Jahrzehnte weiter. Die Experten in Woking hatten Fans auf der ganzen Welt nach ihren Wünschen für einen futuristischen Rennwagen befragt und danach dann ein virtuelles Auto am Computer modelliert. Herausgekommen ist der MCLExtreme Vision 2050.

Zur Beruhigung der Grand-Prix-Traditionalisten sei an dieser Stelle angemerkt, dass der Renner immerhin noch vier freistehende Räder besitzt. Und geht es nach den McLaren-Designern, dann ist der Antrieb auch in gut 30 Jahren noch an der Hinterachse angeflanscht. Doch sonst hat das futuristische Gefährt nicht mehr viel mit dem zu tun, was heute über die Rennstrecken dieser Welt rast.

Elektro-Antrieb lädt sich automatisch auf

Statt V6 Turbo wird künftig natürlich elektrisch gefahren. Die Ladung der Energiespeicher erfolgt induktiv. Wer durch die Boxengasse rollt, kann sich den Akku automatisch füllen lassen. Je langsamer der Pilot die Ladeschleifen überfährt, desto mehr Strom soll es geben, der danach zur Attacke auf der Piste genutzt werden kann. Das sorgt für Varianz bei der Strategie, hoffen die Entwickler.

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McLaren Applied Technologies
Die Seitenkästen kann der Pilot bei einer Attacke einziehen.

Die Reifen spielen künftig in Puncto Taktik keine Rolle mehr. Sie bestehen aus einem Material, das sich während der Fahrt wieder selbst reparieren kann. Verschleiß ist dann kein Thema mehr. Die Hightech-Räder zeigen zudem über farbige LEDs an, in welcher Stimmung sich der Fahrer gerade befindet. Dazu wird der Pilot über Sensoren an Rennoverall und Helm mit dem Auto verbunden.

Das ist aber noch nicht alles. Der Link zwischen dem Gehirn und der Steuerelektronik soll auch dafür sorgen, dass sich das Auto schon auf eine Attacke vorbereitet, wenn der Pilot nur an den Überholvorgang denkt. Über eine aktive Aerodynamik können sich zum Beispiel die Seitenkästen einziehen lassen, was den Top-Speed der Projektile kurzfristig auf bis zu 500 km/h erhöhen soll.

Piloten werden zu Gladiatoren

Der Großteil des Anpressdrucks wird künftig über den Unterboden generiert. Die Flügel an der Oberseite des Autos sind wiederum deutlich verkleinert. Im Zusammenspiel mit überhöhten Kurven, wie bei Ovalrennen in den USA, sollen die Fliehkräfte mit dem neuen Auto deutlich steigen. Eine Beschleunigung von bis zu 5G können sich die Zukunftsforscher vorstellen, ähnlich wie bei Kampfjet-Piloten.

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Fahrer als Gladiatoren: Künftig sind die Piloten mit ihrem Auto über Sensoren verbunden.

„Wir müssen eine Plattform schaffen, bei der die Fähigkeiten des Fahrers belohnt werden. Und wir wollen außerdem die Persönlichkeit und die Emotionen des Piloten abbilden“, erklärt Rodi Basso, der Motorsport-Direktor bei McLaren Applied Technologies. Das Cockpit ist deshalb auch komplett transparent verkleidet, um den Fans einen ungehinderten Blick auf den Fahrer zu ermöglichen.

„Ein weichgespülter Athlet hinter einer Firmen-Fassade ist im Jahr 2050 einfach nicht mehr gut genug. Wir wollen echte Gladiatoren sehen!“ Die Experten hoffen, dass die technische Entwicklung bei der Kommunikationstechnik dazu führt, dass die Zuschauer zum Beispiel durch ganz neue Kamera-Einstellungen oder verbesserte Grafik-Darstellungen ein komplett verändertes Rennsport-Erlebnis geliefert bekommen.

In der Galerie zeigen wir Ihnen, wie das Modell von McLaren im Detail aussieht.

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