McLaren-Mercedes

Anschluss verloren

Foto: dpa

Die Analyse der ersten Rennen des Jahres zeigt: Die anderen Topteams haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr gesteigert als McLaren-Mercedes.

Die Betrachtung der ersten Überseerennen fördert für die gebeutelte Truppe von McLaren-Mercedes ernüchternde Zahlen zutage. Beim Vergleich der besten Rundenzeiten der Grand Prix von Australien und Malaysia (Bahrain war 2003 noch nicht im Kalender) mit dem Vorjahr fällt auf, dass die vier im Konstrukteurspokal vor den Silbernen platzierten Teams sich deutlich mehr verbessert haben, als die Mannschaft von Ron Dennis.

Kimi Räikkönen und David Coulthard konnten ihre Zeiten im MP4-19 im Durchschnitt beim Training um eine Sekunde gegenüber dem MP4-18D des Vorjahres drücken. Im Rennen waren es 1,5 Sekunden. Mit dieser Steigerungsrate lässt sich bisher allerdings kein Blumentopf gewinnen.

Rekordhalter Williams und BAR

Die Rekordhalter 2004 heißen Williams-BMW und BAR-Honda. Beide Teams steigerten sich im Training um 2,1 Sekunden und im Rennen gar um rund drei Sekunden. Allerdings hatten Williams mit neuem Aerodynamik-Konzept und BAR mit noch schwächelnden Honda-Motoren 2003 keinen wirklich guten Saisonstart.

Die Messlatte in der WM ist Ferrari, und auch in der Rundenzeitenstatistik schneiden die Roten gut ab: Michael Schumacher und Rubens Barrichello verbesserten sich im Training im Schnitt um knapp zwei Sekunden, im Rennen um 2,6 Sekunden. Ferrari begann die Saison 2003 zwar mit dem Auto aus der Saison 2002, doch der F2002 war da durchaus noch konkurrenzfähig.

McLaren auch im Topspeed nicht vorn

Auffällig schwach ist McLaren-Mercedes auch beim Thema Topspeed. Mit gerade 311 kmh im Training und 319 km/h im Rennen wurden sie im Schnitt gemessen - ein Indiz für fehlende Motorleistung. Schwächer ist bei den Top Fünf nur Renault. Ferrari und Williams-BMW brachten es im Training auf knapp 317 km/h, im Rennen passierten sie die Radarmessung mit 324 km/h (Ferrari) und 325 km/h (Williams).

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